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Lewis Hamilton fuhr in fünf Saisons für McLaren 49-mal aufs Podest © getty

Zweiter Testtag, zweites Problem: Ein Bremsdefekt lässt den Schumi-Nachfolger crashen. Lotus-Pilot Grosjean fährt Bestzeit.

Jerez - Bei der Ankunft von Sebastian Vettel im Fahrerlager hatte Lewis Hamilton schon lange Feierabend.

Bei seiner ersten Testfahrt mit dem neuen Mercedes landete der Ex-Weltmeister in einem Reifenstapel und musste seinen Boliden im spanischen Jerez vorzeitig abstellen.

Für Mercedes war es nach dem Kurzschluss bei Nico Rosberg beim Auftakt am Dienstag bereits der zweite Ausfall (Bericht).

Während Vettel in Jeans locker durchs Fahrerlager schlenderte, lief bei Mercedes die Aufarbeitung der Hamilton-Schrecksekunde auf Hochtouren.

Hamilton bleibt unverletzt

In Kurve 6 des Circuito de Jerez, wo noch bis Freitag die ersten Tests der neuen Formel-1-Saison laufen, fuhr der Brite wegen eines Defekts der hinteren Bremsen geradeaus über das Kiesbett in einen Reifenstapel.

Der Silberpfeil, dessen Frontflügel und Fahrzeugnase beschädigt wurden, musste anschließend abgeschleppt werden.

Hamilton hatte den Wagen unverletzt verlassen ( 671553 DIASHOW: Die Tests in Jerez ).

"Ich bin auf die Bremse gestiegen, und auf einmal konnte ich das Bremspedal durchtreten. Insgesamt war es nicht so schlimm", sagte Hamilton: "Aber es ist natürlich enttäuschend für das ganze Team."

Gute Zeit von Hamilton

Am Nachmittag bestätigte Mercedes dann, dass Hamilton aufgrund der Reparaturarbeiten an seinem Fahrzeug nicht mehr auf die Strecke zurückkehren würde.

Bereits am Dienstag war Rosberg wegen eines Fehlers in der Elektrik nach nur 14 Runden für den kompletten restlichen Testtag ausgefallen.

Bis zu seinem Ausfall hatte Hamilton 15 Runden auf dem spanischen Rundkurs absolviert und dabei in 1:19,519 Minuten die bis dato zweitbeste Zeit gefahren (SERVICE: Die Resultate aus Jerez).

In der Tageswertung langte es dann aber letztlich nur zu Platz sechs.

"Wir sind auf alle Fälle schneller als letztes Jahr, wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht und können zufrieden sein", sagte der 28-Jährige.

Webber hat Feierabend

Der Franzose Romain Grosjean im Lotus fuhr in 1:18,218 Minuten noch einmal deutlich schneller als McLaren-Pilot Jenson Button am Vortag.

Auf Platz zwei landete etwas überraschend Paul di Resta im Force India (1:19,003), der insgesamt 95 Runden absolvierte. Rang drei belegte der Australier Daniel Ricciardo (Toro Rosso/1:19,134) vor seinem Landsmann Mark Webber im Red Bull (1:19,338).

Für Webber ist die Arbeit in Jerez damit getan, am Donnerstag und Freitag steigt Vettel in den neuen Roten Bullen, um erstmals nach seinem WM-Triumph am 25. November in Brasilien wieder Gas zu geben.

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