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Sebastian Vettel ging in der Formel 1 erstmals 2007 beim USA-Grand-Prix an den Start © imago

Der Champion gibt gleich mächtig Gas - Pic bekommt es zu spüren. Eine Bestzeit erweist sich als Computerfehler. Massa überragt.

Jerez - Sebastian Vettel fährt wieder.

74 Tage nach dem Gewinn seines dritten Titels in Brasilien kehrte der Weltmeister im spanischen Jerez ins Cockpit des Red Bulls zurück und drehte seine ersten Runden unter der Sonne Andalusiens.

Nach zwei Tagen zum Vergessen für Mercedes jagte Nico Rosberg derweil den Silberpfeil Runde um Runde um den Circuito de Jerez und wurde zum Kilometerfresser.

Als Letzter der elf Fahrer war Vettel um 9.39 Uhr am Donnerstagmorgen auf die Piste gegangen. (671553DIASHOW: Die Tests in Jerez)

Mit neuem Helm und großer Vorfreude bestieg er den neuen RB9, den sein Teamkollege Mark Webber an den ersten beiden Tagen ohne Probleme um den 4,428 km langen Rundkurs bewegt hatte.

Bestzeit ein Computerfehler

"Ich bin erst mal wieder glücklich, im Auto gewesen zu sein. Den Rost ein bisschen runterfahren, das war heute das Hauptziel. Ich habe mich ganz wohl gefühlt, im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen Fortschritt gemacht", sagte Vettel, der 102 Runden absolvierte.

Keine halbe Stunde nach Vettels Start hielt die Konkurrenz kurz den Atem an, als für Vettel mit 1:06,493 Minuten eine utopische Bestzeit auf den Bildschirmen aufleuchtete.

Dann die "Entwarnung": Computerfehler.

Vettel bremst Pic aus

Tatsächlich bewegte sich der Champion mit seinen Rundenzeiten zunächst im Mittelfeld des Klassements.

Dafür hatte Vettel schon wieder auf "Renn-Modus" geschaltet und bremste Caterham-Pilot Charles Pic nach der Zielgeraden aus.

Wesentlich freundlicher ging Vettel mit den Autogrammjägern um, die ihn in der Mittagspause im Fahrerlager belagerten.

Rosberg hungrig auf Runde

Hungrig auf Runden war Nico Rosberg.

Nach seinem Ausfall am Dienstag und dem unfreiwilligen Ausflug von Lewis Hamilton in einen Reifenstapel am Mittwoch war er mit dem Silberpfeil fast ständig auf der Strecke. (BERICHT: Der zweite Tag in Jerez)

Am Ende kam Rosberg, der sich an seinem freien Tag mit Gitarre-Stunden via Youtube die Zeit vertrieben hatte, auf 148 Runden.

"Nur fröhliche Gesichter"

Anschließend strahlte der Wiesbadener.

"Ich bin so gut vorbereitet wie noch nie in die Saison gegangen. Das macht sich jetzt bezahlt. Ich glaube, ich bin überhaupt noch nie an einem einzelnen Tag so viel zum Fahren gekommen", sagte Rosberg:

"Das macht die letzten zwei schwierigen Tage wett. Bei uns in der Box sieht man nur fröhliche Gesichter, das ist schön."

Massa überragend

Hinter dem überragenden Felipe Massa, der in 1:17,879 Minuten im Ferrari ein echtes Ausrufezeichen setzte, belegte Rosberg am Ende des Tages Rang zwei in 1:18,766. (SERVICE: Die Resultate aus Jerez)

Dahinter entschied Vettel (1:19, 052/) das Duell mit Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen im Lotus (1:19, 200) für sich.

"Die Zeitenjagd haben wir heute anderen überlassen", kommentierte Vettel das Ergebnis.

Schrecksekunde bei Force India

Glück im Unglück für einen Mechaniker von Force India: Bei einem Boxenstopp fuhr Testfahrer James Rossiter das Crew-Mitglied an, das den vorderen Wagenheber betätigte.

Nach Informationen des Rennstalls, der immer noch keinen zweiten Fahrer für die kommende Saison benannt hat, erlitt der Mechaniker nur Prellungen.

Die erste Testwoche der Formel 1 geht am Freitag zu Ende. Ab dem 19. Januar sind die Teams in Barcelona am Start, dann wird auch Ferrari-Star Fernando Alonso in die Saison einsteigen.

Vor dem WM-Auftakt am 17. März in Melbourne steht vom 28. Februar bis 3. Märt erneut in Barcelona die dritte und letzte Testsession auf dem Programm.

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