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Sebastian Vettel startete bisher bei 101 Formel-1-Rennen © getty

Der Weltmeister erlebt am zweiten Testtag in Barcelona eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ein McLaren-Pilot ist am schnellsten.

Barcelona - Erst Pole Position, dann Abschleppwagen: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel erlebte am zweiten Testtag in Barcelona ein Wechselbad der Gefühle.

Wie bereits am Vortag setzte der Heppenheimer in den Morgenstunden eine beeindruckende Bestzeit, doch das Ende der Session erlebte er in der Boxengasse. (677815DIASHOW: Die Tests in Barcelona)

Vettel ließ seinen neuen Red Bull RB9, der auf dem Circuit de Catalunya erneut sein Potenzial angedeutet hatte, auf der Strecke ausrollen und anschließend abschleppen.(DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Barcelona)

"Man hat gesehen, dass wir ein bisschen länger unterwegs sein wollten. Das hat leider nicht ganz geklappt. Aber lieber passieren uns gewisse Dinge hier als während der Saison", sagte Vettel.

Ende bei Ernstfall

Vettel war auf einer Rennsimulation unterwegs, als nach einem geplanten Boxenstopp mit Reifenwechsel keine 100 Meter nach dem Boxenausgang wieder Schluss war.

Rote Flaggen unterbrachen den Test, der Bolide wurde vom Abschleppwagen aufgeladen, und der dreimalige Champion bekam eine Freifahrt im Strecken-Shuttle. Als Grund nannte Red Bull Probleme mit einem Rad. "Zum Schluss war das Rad nicht ganz fest und ich musste abstellen", sagte Vettel.

Bestzeit zum Mittag

Zuvor hatte Vettel allerdings ziemlich Gas gegeben und vor der Mittagspause in 1:22,197 Minuten die klare Bestzeit erzielt. Dabei war er auf weichen Reifen sogar schneller als Williams-Pilot Pastor Maldonado (Venezuela) bei seiner Pole Position vor einem Jahr beim Spanien-Grand-Prix.

Letztlich schnappte sich allerdings McLaren-Pilot Sergio Perez (Mexiko) in 1:21,848 Minuten den Tagessieg.(BERICHT: Der erste Tag in Barcelona)

Vettel schneller als Alonso

Vettel, der auf 84 Runden kam, gewann am zweiten Tag das Duell mit Ferrari-Star Fernando Alonso, weil der Spanier zunächst Probleme mit dem Auspuff hatte und anschließend in 1:23,247 Minuten nur die fünftbeste Zeit auf den Asphalt brachte.

Zum Kilometerfresser wurde Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton, der insgesamt 121 Runden auf dem 4,655 km langen Kurs absolvierte.

Seine Bestzeit von 1:22,726 Minuten, die zu Platz vier reichte, erzielte der Brite auf den langsameren harten Reifen.

Räikkönen mit Getriebeproblemen

Vor Hamilton landete Kimi Räikkönen (1:22,697), nachdem der Finne seinen Lotus wegen eines Getriebewechsels stundenlang nicht hatte bewegen können.

Nico Hülkenberg (Emmerich) kam im Sauber in 1:24,205 Minuten auf Platz neun, spulte aber in 88 Runden ein umfangreiches Programm ab.

Marko kennt das Erfolgsrezept

Derweil erläuterte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko in Barcelona das vermeintlich einfache Konzept, den vierten Titel in Folge zu gewinnen.

"In dieser Saison ist es wichtig, ein Auto zu haben, das auf allen Streckentypen gleich gut funktioniert und das pflegsam mit seinen Reifen umgeht. Und dann brauchst du nur noch einen Fahrer, der das umsetzen kann und die Reifen über die Distanz bringt", sagte der Österreicher der Fachzeitschrift "auto, motor und sport".

In der katalanischen Metropole steht noch bis Freitag die zweite von insgesamt drei Testphasen auf dem Programm, allerdings wird Sebastian Vettel nicht mehr zum Einsatz kommen. Stattdessen wird sein Teamgefährte Mark Webber sich ans Steuer des Red Bull setzen.

Die Saison startet mit dem Rennen in Melbourne am 17. März.

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