Michael Schumachers Manager Willi Weber traut dem Formel-1-Rückkehrer erneut den WM-Titel zu - allerdings erst im nächsten Jahr.

"In diesem Jahr braucht er Zeit, um die Mannschaft hinter sich zu bringen, jeden Einzelnen kennenzulernen und dieses starke Paket, das er bei Ferrari hatte, wieder aufzubauen. Deshalb ist dies ein Eingewöhnungsjahr", sagte Weber in einem Interview mit Auto Bild Motorsport: "Nächstes Jahr wird der Titel geholt, und im dritten kommt die Kür."

Der Rekordweltmeister kehrt in dieser Saison nach drei Jahren Pause in den Formel-1-Zirkus zurück. Beim Saisonstart in Bahrain am 14. März wird der 41 Jahre alte Kerpener nach 1239 Tagen erstmals wieder um WM-Punkte kämpfen und dabei anstatt wie früher im Ferrari in einem Mercedes-Silberpfeil sitzen.

Weber erklärte, dass Schumachers Rückkehr zu Mercedes nichts damit zu tun gehabt habe, dass die Stuttgarter ihm einst den Einstieg in die Formel 1 ermöglicht hatten.

"Das ist längst abgegolten und war auch jetzt kein Thema. Wenn Sie wieder fahren wollen und so ein Paket angeboten bekommen, dann fragt man nicht lange nach, woher das kommt", meinte Weber: "Ross Brawn ist sein alter Weggefährte. Deshalb konnte Michael das Potenzial des Teams gut einschätzen. Er will ja nicht nur Rennen fahren, er will auch den Titel holen."

Wenn Ferrari die Erlaubnis erhalten hätte, ein drittes Auto einzusetzen, wäre Schumacher bei den Italienern geblieben, meinte Weber. "Auf jeden Fall. Die Bindung war und ist extrem stark", sagte er: "Deshalb war es auch nicht einfach für ihn, sich von Ferrari zu trennen. Aber er hat eben die Möglichkeit genutzt, die man ihm bei Ferrari nicht bieten konnte."

Geld - angeblich verdient Schumacher bei Mercedes im Gegensatz zu den 35 Millionen Euro aus Ferrari-Zeiten "nur" sieben Millionen Euro pro Jahr - habe laut Weber für das Comeback keine Rolle gespielt: "Wenn Sie so ein Paket angeboten bekommen und unbedingt wieder fahren wollen, ist es keine Frage des Geldes.

Für mich ist Michael sowieso der geborene Rennfahrer, immer noch der Beste der Welt. Das sind seine Gene. Und den Wunsch wieder zu fahren, hat er sich jetzt erfüllt."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel