Der italienische Hersteller Pirelli hat beim Automobil-Weltverband FIA offiziell seine Bewerbung als Reifenlieferant ab 2011 abgegeben. Der französische Konkurrent Michelin dagegen will nur in die Königsklasse zurückkehren, wenn es wie in früheren Jahren wieder einen Wettbewerb zwischen den Herstellern gibt. Das erklärte Michelin-Manager Didier Mariton bei einer Aktionärsversammlung am Stammsitz in Clermont-Ferrand.

"Wir sind in Gesprächen mit der FIA und den anderen Organisationen, die die Formel 1 führen, und haben ihnen gesagt, dass Michelin darüber nachdenken würde, wenn wieder verschiedene Marken vertreten wären", sagte Mariton über eine mögliche Rückkehr der Franzosen.

Michelin war freiwillig Ende 2006 aus der Formel 1 ausgestiegen, ein Jahr bevor die FIA den Einheitsreifen einführte. Der aktuelle Allein-Ausrüster Bridgestone steigt Ende dieses Jahres aber aus.

Pirelli hat sich nach Vorankündigungen jetzt auch offiziell um die Nachfolge der Japaner beworben. "Wir haben ein Angebot abgegeben, ab der nächsten Saison als Reifenlieferant der Formel 1 zu agieren. Wettbewerb gehört zur DNA von Pirelli und deshalb glauben wir, dass die Lieferung eines Einheits-Reifens keineswegs unvereinbar ist mit einem aufregenden sportlichen Spektakel", sagte Paul Hembery, Motorsportdirektor von Pirelli, in einer Pressemitteilung des Konzerns.

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