Die Kritik an Michael Schumachers Comeback in der Formel 1 reißt nicht ab. "Mir wäre es lieber gewesen, Michael wäre nicht zurückgekehrt - wegen seiner enormen Erfolge und seines Rufs, den er sich aufgebaut hat", sagte kein Geringerer als der dreimalige Weltmeister Sir Jackie Stewart englischen Medien.

Für den Schotten steht vor dem nächsten Rennen am Sonntag in Istanbul fest: "Wenn er nicht wieder zum Seriensieger wird, dann ist er nicht mehr länger der Michael Schumacher, den die ganz Welt kannte."

Der legendäre Argentinier Juan Manuel Fangio bestritt laut Stewart seinerzeit vielleicht bloß ein einziges Rennen zu viel, doch bei Michael Schumacher sei es eine ganze Saison zu viel.

Schuld an der Misere sei die Tatsache, dass Schumacher 2006 zu früh zurückgetreten sei, sagt Stewart. "Er ist gegangen, obwohl der Rennbazillus noch in seinem Körper war. Hätte er länger über diese Entscheidung nachgedacht, hätte er den Helm gar nicht erst an den Nagel gehängt", behauptet der Schotte.

Er selbst habe damals nach seinem Rücktritt nie an ein Comeback gedacht, sagt Stewart: "Als ich meinen Hut genommen habe, hatte ich niemals den Wunsch, nochmal einzusteigen, obwohl ich viele Angebote vorliegen hatte. Ich bin darüber hinweggekommen - das ist Michael nicht gelungen."

Nach sechs Rennen fährt Schumacher in diesem Jahr hoffnungslos der Spitze hinterher. Mit 22 Punkten belegt der Mercedes-Pilot nur den neunten Platz in der WM-Wertung.

Rang vier in Barcelona war bisher Schumachers bestes Resultat. Mit sieben WM-Titeln und 91 Grand-Prix-Siegen hat Schumacher in der Formel 1 möglicherweise Rekorde für die Ewigkeit aufgestellt.

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