Jean Todt, seit Oktober 2009 amtierender Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, hofft noch auf die Einführung der Energierückgewinnung KERS schon im nächsten Jahr.

Dem am Donnerstag erscheinenden Fachmagazin "auto motor und sport" sagte der Franzose: "Ich bin nicht glücklich darüber, dass sich die Teams einstimmig gegen den Einsatz von KERS für die Saison 2010 ausgesprochen haben. Und ich setze mich persönlich dafür ein, diese Entscheidung für 2011 zu überdenken."

Eine KERS-Einführung erst parallel zur Einführung neuer Motoren 2013 hält Todt nicht für sinnvoll: "Zweieinhalb Jahre Nichtstun können wir uns nicht leisten."

Der Druck auf die FIA werde jeden Tag größer. Er als Privatmann müsse KERS nicht haben. Er wolle gute Rennen sehen, das reiche ihm.

"Aber als Verantwortlicher der FIA muss ich in diese Richtung Druck machen. Nur so sind wir glaubwürdig. Wir können nicht die ganze Automobilwelt über umweltfreundliche Technologien diskutieren lassen, und in der Formel 1 stellen wir uns taub. Man würde mich zu Recht dafür kritisieren, etwas verschlafen zu haben", so Todt.

Der FIA-Chef dementierte zudem Spekulationen, wonach er nur für eine Amtszeit zur Verfügung stehe. "Das stimmt nicht. Ich denke doch heute noch nicht über eine zweite Amtszeit nach", so Todt, "meine Priorität ist, meine Zeit so gut wie möglich zu nutzen, meine Ziele mit der FIA zu erreichen."

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