TV-Experte Marc Surer hat im Teamorder-Skandal der Formel 1 einen Punktabzug für Ferrari, aber Straffreiheit für die Piloten gefordert.

"Wir haben ein klares Reglement. Es muss eine Strafe sein, die wehtut, aber ich bin dagegen, dass ein Fahrer bestraft wird, denn die können am wenigsten dafür", sagte Surer bei "ServusTV": "Der eine wurde gezwungen - und dass der andere vorbeifährt, wenn der vom Gas geht, ist auch logisch. Also muss man das Team so bestrafen, dass es wehtut: Punkte weg für das Team."

Das erste Urteil der Rennkommissare, die Ferrari nach dem fraglichen Überholmanöver von Fernando Alonso und Felipe Massa mit einer Geldstrafe von 100.000 Dollar belegt hatten, könne nur "der erste Schritt" gewesen sein. "Wenn man weiß, dass eine Teamorder 100.000 Dollar kostet, dann nimmt man den Scheck zum nächsten Rennen gleich mit", sagte der frühere Grand-Prix-Pilot Surer:

"Das wird bei Red Bull und McLaren auch irgendwann der Fall sein, dass sie es brauchen. So weiß man, dass der Scheck schon ausgestellt ist, und man legt ihn gleich der Rennleitung hin, wenn man eine Stallorder macht."

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