Wegen Insolvenzverschleppung ist Willi Weber, ehemaliger Manager des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher, am Donnerstag vom Landgericht Stuttgart zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der 68-Jährige muss zusätzlich 360.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen spenden bzw. in die Insolvenzmasse einer seiner Firmen einbringen. Die Richter ließen sich nach eingehenden Beratungen und einem umfassenden Geständnis Webers auf eine Bewährungsstrafe ein.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Willi Weber die Insolvenz seiner Firma PPM Pole Position GmbH bewusst verschleppt hat. Er soll lange vom bevorstehenden Bankrott gewusst haben, ließ aber den Geschäftsbetrieb weiterlaufen. Weber wurde auch des vorsätzlichen Bankrotts in fünf Fällen für schuldig befunden.

Für Weber ist es nicht die erste Verurteilung. 2008 war er in Koblenz wegen Anstiftung zur Untreue zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und mehreren hunderttausend Euro Geldstrafe verurteilt worden.

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