Nick Heidfeld hat offenbar beste Chancen auf das Formel-1-Cockpit des verunglückten Robert Kubica bei Lotus-Renault.

Der Mönchengladbacher, der immerhin 173 Rennen bestritt, wird bereits am Wochenende Testfahrten für das Team in Jerez absolvieren. Das gab der Rennstall am Mittwoch bekannt.

Der Pole Kubica war am Sonntag als Gaststarter bei einer Rallye in Italien verunglückt und hatte dabei schwere Verletzungen am rechten Arm, an der rechten Hand und am rechten Bein erlitten.

Nach einer siebenstündigen Operation und einem künstlichem Koma ist Kubica inzwischen wieder ansprechbar und darf auf eine vollständige Genesung hoffen, auch wenn er am Mittwoch wieder seine rechte Hand bewegen konnte.

In dieser Saison wird der 26-Jährige aber wohl keine Rennen fahren können. Am Donnerstag wird er erneut operiert.

Neben Heidfeld werden am Wochenende auch Stammfahrer Witali Petrow sowie Ersatzmann Bruno Senna Testfahrten im Renault absolvieren. Der Neffe des früheren Weltmeisters Ayrton Senna kommt aber wohl wegen mangelnder Erfahrung nicht für das Kubica-Cockpit in Frage.

Heidfeld, einst Teamkollege von Kubica bei BMW-Sauber, ist derzeit ohne Vertrag und kann seine Erfahrung von 173 Grand-Prix-Starts vorweisen.

Auch Nico Hülkenberg, der trotz seiner Pole Position in Brasilien bei Williams nicht übernommen wurde und als Testfahrer bei Force India unterschrieben hat, wurde zuletzt als mögliche Lösung gehandelt.

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