Sebastian Vettel könnte der letzte Formel-1-Weltmeister mit der traditionsreichen Nummer 1 auf der Motorhaube sein.

Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, plant eine Änderung des etablierten Startnummern-Systems und plädiert für feste Nummern für einen Fahrer während seiner gesamten Karriere.

"Wie in der NASCAR-Serie sollte ein Fahrer, der in die Formel 1 kommt, eine Nummer bekommen", sagte Todt der australischen Zeitung "The Age": "Der Fahrer würde die Nummer seine ganze Karriere über behalten. Man könnte eine Nummer mit einem Fahrer verbinden."

In der Motorrad-WM verzichtete der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi nach seinen WM-Titeln immer auf die Nummer 1 für die folgende Saison und machte die 46 zu seinem Markenzeichen. Zudem will Todt die Nummern auf den Boliden vergrößern.

"Es ist sehr schwierig, einen Fahrer in einem Auto zu identifizieren", sagte Todt: "Ich würde gerne sehen, wer das Auto fährt - und zwar von weit weg und anhand der Startnummer. Derzeit findet man aber keine Nummer und keinen Namen."

Im Fahrerlager treffen Todts Vorschläge derzeit auf wenig Gegenliebe, die Teams sehen offenbar den Wert der Sponsorenlogos gefährdet. Der FIA-Boss will sich dennoch durchsetzen.

"Derzeit sind sie nicht interessiert, sie sind recht zufrieden", sagte er: "Es wird aber kommen, es wird sich ändern."

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