Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat heftige Kritik an der Formel 1 geübt und neue Rahmenbedingungen für die Verlängerung des Concorde Agreements zwischen den Teams, dem Weltverband FIA und dem Vermarkter FOM nach 2012 gefordert.

"Im Moment ist es so ruhig, weil bald etwas passieren wird", sagte Domenicali in einem Interview mit "Auto Bild Motorsport" und kündigte damit den anstehenden Beginn der Verhandlungen für den neuen Formel-1-Vertrag an.

Ein wichtiger Punkt für den Italiener ist die seiner Meinung nach überdimensionale Bedeutung der Aerodynamik, die für Hersteller nahezu keinen Nutzen bei der Entwicklung von Serienfahrzeugen hat.

"Die Aerodynamik macht derzeit 90 Prozent der Performance eines Formel-1-Autos aus. Das ist für mich nicht tragbar." Als Fahrzeughersteller könne man unter diesen Bedingungen seine Stärken in der Formel 1 nicht präsentieren, weil ein Ungleichgewicht zwischen dem realen Fahrzeugbau und der Formel 1" bestehe.

"Wir sollten nicht gezwungen werden, fast ausschließlich in ein Feld wie die Aerodynamik zu investieren, das uns als Fahrzeughersteller eigentlich gar nicht interessiert", sagte Domenicali.

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