Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone unter Druck gesetzt. "Die Teams könnten nach Ende des Vertrags mit Ecclestone Ende 2012 eine unabhängige Formel 1 gründen, die sie direkt verwalten", sagte Montezemolo in einem "CNN"-Interview.

Man könnte nach dem Modell der Basketball-Profiliga NBA in den USA eine eigene Gesellschaft gründen, die die Rennen und die TV-Übertragungsrechte verwalte, so Montezemolo.

Auch ein anderer Partner als Ecclestone sei denkbar, da dieser zwar tolle Arbeit geleistet, aber das Geschäft nicht mehr in der Hand habe.

Die italienische Investmentgruppe Exor, die unter anderem den Autokonzern Fiat kontrolliert, hatte am vergangenen Wochenende ihr Interesse an der Übernahme der Formel 1 bestätigt.

"Wir wollen sehen, ob wir diesen Sport modernisieren, ihm Stabilität verleihen und eine Entwicklung sichern können", erklärte Exor-Präsident John Elkann.

Auch Medienmogul Rupert Murdoch soll an einem Kauf der Formel 1 interessiert sein. Es soll bereits Kontakte zwischen Exor und Murdoch gegeben haben.

Formel-1-Eigner CVC Capital Partners bestätigte, dass man eine "freundliche" Anfrage erhalten habe. Der Finanzinvestor hatte die Formel-1-Holdinggesellschaft 2006 von Ecclestone gekauft. Dieser kümmert sich aber noch immer um das operative Geschäft.

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