Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat sich zur Krise seines Teams in der Formel 1 geäußert und eingestanden, dass es Mercedes an "technischer Stärke" fehlt. Ob dies auch personelle Konsequenzen haben wird, ließ er offen.

"Der Grund, weshalb wir nicht so erfolgreich sind, wie wir es gerne wären, ist, dass das Team technisch nicht stark genug ist", so Brawn selbstkritisch.

Technische Umstrukturierungen gab es beim Mercedes-Rennteam bereits im Winter - so bekamen beide Piloten etwa einen neuen Renningenieur. Außerdem arbeitet Ex-Renault-Designer Bob Bell seit April als technischer Direktor in Brackley.

"Wir haben nicht genug technische Stärke, um mit Red Bull, Ferrari oder McLaren zu konkurrieren. Daran arbeiten wir und das passiert gerade jetzt", blickt Brawn in die Zukunft.

"Ich kann da große Fortschritte erkennen, aber es dauert halt jedes Mal eine Weile, ein Auto zu entwickeln und es herauszubringen. Daher gehen diese Dinge Schritt für Schritt, Saison für Saison", bittet er um Geduld.

"Aber wir werden für das nächstjährige Auto ein viel stärkeres Team haben als im Moment. Trotzdem geben wir das diesjährige Auto nicht auf. Wir versuchen, auch für dieses Jahr noch einige Lösungen zu finden."

"Der kurze Radstand und die Höhe des Benzins, wenn das Auto vollgetankt ist, sind Faktoren", räumt Brawn Fehler ein. "Als wir unsere Entscheidung hinsichtlich des Layouts des Autos getroffen haben, standen uns Informationen zur Verfügung, die uns annehmen ließen, dass es die richtige Entscheidung sein würde. Im Nachhinein betrachtet würden wir wahrscheinlich eine etwas andere Entscheidung treffen."

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