Weltmeister Sebastian Vettel sieht das Zwischengas-Verbot ab dem übernächsten Rennen in Silverstone gelassen.

"Ich glaube jetzt nicht, dass uns das härter trifft als alle anderen auch", sagte Vettel am Samstag in einem Interview unmittelbar vor der ZDF-Show "Wetten, dass...":

"Man kann darüber streiten, warum das mitten in der Saison passiert. Aber im Hinblick auf die WM ist es noch ein sehr langer Weg. Es kann noch sehr viel sehr schnell passieren. Das haben wir im letzten Jahr gesehen", meinte der Red-Bull-Pilot.

Der Automobil-Weltverband FIA hat für das übernächste Rennen am 10. Juli in Silverstone ein Zwischengas-Verbot eingeführt.

Damit wird das Zusammenspiel von Abgasen und Diffusoranströmung unterbrochen, es können keine Auspuffgase mehr in den Unterboden der Boliden strömen.

Durch diese Änderung könnten sich die Kräfteverhältnisse in der Königsklasse verschieben und die Saison wieder spannender werden - zum Leidwesen von Vettel, der nach fünf Siegen und zwei zweitenh Plätzen in den ersten sieben Rennen die Gesamtwertung deutlich mit 60 Punkten Vorsprung vor Montreal-Sieger Jenson Button im McLaren-Mercedes anführt.

Fakt ist: Neun der zwölf Teams nutzen eine Technik, bei der die Motoren auch beim Gaswegnehmen mit einem automatischen Zwischengas dennoch Auspuffgase produzieren, die den durch den Diffusor verursachten Abtrieb der Rennwagen verbessern.

Da Red Bull aber das offenbar effektivste System entwickelt und perfektioniert hat, könnte der Vorsprung der Bullen auf die Konkurrenten schrumpfen.

Red-Bull-Technikchef Adrian Newey hatte bereits vor drei Wochen gewarnt: "Es ist nicht erwiesen, dass der Motor zuverlässig wäre."

Zuletzt hatte er sich als Synchronsprecher für den neuen Disney-Film "Cars 2" versucht. "Disney kam auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich das machen würde. Ich habe gesagt: Natürlich. Die Filme kennt man, und für Disney-Filme wird man nie zu alt", sagte Vettel, der einem Auto namens "Sebastian Schnell" seine Stimme leiht.

Für seine Rennautos, aktuell "Kinky Kylie" kommen dagegen nur Frauennamen infrage. "Ein Auto Hans-Peter zu nennen, wäre nicht so prickelnd", sagte Vettel.

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