Der dreimalige Weltmeister Niki Lauda hat scharfe Kritik an den Diskussionen um den Einsatz von Zwischengas geübt.

"Das ist die größte Farce, die je gemacht wurde. Das Zwischengas war bei allen Teams akzeptiert. Und plötzlich kommen die FIA und Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting auf die Idee, dass das jetzt mitten in der Saison geändert werden muss. Das verstehe ich persönlich überhaupt nicht", sagte Lauda bei "n-tv".

In Silverstone war es am Wochenende zu einem beispiellosen Hin und Her bezüglich der Erlaubnis der umstrittenen Technik gekommen.

Er hoffe sehr, "dass diese Absurditäten damit jetzt auch aufhören und wir und die Zuschauer ab dem Rennen am Nürburgring in zwei Wochen wieder wissen, was das Reglement erlaubt und was nicht", so Lauda.

Für den TV-Experten steht der neue Titelträger bereits bei Halbzeit der Saison fest: Sebastian Vettel. "Vettel braucht einfach nur so weiter zu fahren wie bisher", sagte der 62-jährige Österreicher: "Der Sebastian ist klar auf WM-Kurs - und mehr braucht man nicht zu erwarten."

Der Titelverteidiger liegt nach 9 von 19 Saisonrennen 80 Punkte vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber.

Auf die Frage, ob die FIA Vettels und Red Bulls Dominanz mit dem Verbot des Zwischengases hätte einschränken wollen, antwortete Lauda: "Wenn das so wäre, wäre das die größte Frechheit. Du kannst nicht jemanden bestrafen, nur weil er besser ist."

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