Die FIA ist um die Sicherheit in der Formel 1 bemüht und testet im Zuge dessen eine Kampfjet-Cockpithaube.

Bei den Versuchen wurde ein 20 Kilogramm schweres Rad mit 225 km/h auf die Cockpithaube eine F16-Kampfjets sowie auf eine halbhohe Schutzscheibe aus Polykarbonat geschossen.

Während die 30 Millimeter dicke und dreilagige Schutzscheibe zerbrach, hielt die Cockpithaube dem Zusammenprall ohne erkennbare Schäden stand.

Die Meinungen von Fahrern und Verantwortlichen gehen jedoch in eine gemeinsame Richtung. "Im Hinblick auf die Sicherheit wäre das eine sehr gute Sache, doch es würde das Gesicht der Formel 1 vollkommen verändern", erklärte HRT-Pilot Vitantonio Liuzzi der "Autosport": "Ich habe gewisse Schwierigkeiten damit, mir ein Formel-1-Auto vorzustellen, das wie ein F16-Kampfjet aussieht."

"Sicherheitstechnisch würde es einige Vorteile mit sich bringen, denn der Fahrer wäre geschützt. Was passiert aber, wenn du den Piloten bergen musst? Das ist eine knifflige Frage", sagte James Key, Technischer Direktor bei Sauber.

Und weiter: "Vielleicht wäre so gesehen die halbgeschlossene Variante die bessere Lösung."

Die Cockpit-Sicherheitsfrage kam nicht zuletzt aufgrund der Stahlfeder auf, die Felipe Massa 2009 am Hungaroring am Helm traf und der Grund für eine schwere Kopfverletzung war. Auch im Saisonfinale 2010 landete Liuzzi nach einem Fahrfehler auf dem Überrollbügel des Mercedes von Michael Schumacher und traf den siebenmaligen Weltmeister um ein Haar am Kopf.

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