Rekordweltmeister Michael Schumacher überrascht mit später Selbstkritik. Mit Blick auf seine teilweise heftig kritisierten Fahrmanöver in seiner 20-jährigen Laufbahn sagte der Kerpener im "FAZ"-Interview: "Ich hätte anders reagieren müssen, aber ich war eben verbohrt. Man passt sich dem Umfeld und den Regeln an."

Beim Saisonfinale in Jerez (Spanien) vor 14 Jahren hatte Schumacher versucht, seinen Rivalen Jacques Villeneuve (Kanada) von der Strecke zu drängen. Durch das Manöver verlor der damalige Ferrari-Pilot die WM, ihm wurden alle Punkte aberkannt.

Als Erklärung zog Schumacher zwei Vorbilder der Formel-1-Geschichte heran. "Ich hatte genügend Beispiele a la Senna und Prost gesehen. Die beiden haben genau das gemacht und sind jeweils damit durchgekommen. Danach habe ich mich gerichtet: Du kannst diese Grauzone nutzen, also nutze sie auch aus", erläuterte der 42-Jährige.

Auch über seine Zukunft in der Königsklasse des Motorsports äußerte sich Schumacher und sprach von "frischer Begeisterung" für die Formel 1. Trotz der negativen Bilanz seit seiner Rückkehr ins Mercedes-Cockpit schätzt er sich stark genug ein, seinen Teamkollegen Nico Rosberg zu schlagen.

"Nico ist definitiv mein stärkster Teamkollege. Im Qualifying steht es in diesem Jahr 10:1 für ihn. Ich weiß aber, dass ich dennoch schneller sein kann als er", sagte Schumacher.

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