Die am Dienstag bei Testfahrten schwer verunglückte Formel-1-Testpilotin Maria de Villota ist nach einer weiteren Operation offenbar auf dem Weg der Besserung.

Nach Angaben ihres Marussia-Rennstalls, bei dem auch Timo Glock unter Vertrag steht, sei der Zustand der Spanierin nach dem Eingriff im Addenbrooke's Hospital im englischen Cambridge "ernst, aber stabil".

Die 32-Jährige habe seit ihrem Unfall "positiv" auf die Behandlung angesprochen, bei den Gesichtsverletzungen sei ein "signifikanter Fortschritt" zu beobachten.

De Villota, Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota, war bei ihrer ersten Testfahrt für das Marussia-Team am Dienstagmorgen auf dem Gelände des "Imperial War Museum" in Duxford gegen einen Team-LKW geprallt und hatte Kopf- sowie Gesichtsverletzungen erlitten und ihr rechtes Auge verloren.

Sie konnte nicht aus eigener Kraft aussteigen und musste von Helfern aus dem Auto befreit werden.

Ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte hatte von "lebensgefährlichen Verletzungen" gesprochen. Im Addenbrooke s Hospital in Cambridge war sie von Dienstagnachmittag bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch das erste Mal operiert worden.

Die Spanierin sollte bei den auf zwei Tage angesetzten Aerodynamik-Tests einige neue Teile am Auto ausprobieren. Experten vermuten, dass de Villota das sogenannte "Anti-Stall-System" zum Verhängnis wurde.

Diese Konstruktion soll durch automatische Beschleunigung verhindern, dass das Auto bei zu langsamer Fahrt abgewürgt wird. De Villota war nach Angaben eines Augenzeugen mit "30 oder 40 Meilen" (48 bis 64 km/h) gegen den Team-LKW geprallt.

Emilio de Villota hatte 1977 bei den Grand Prix in Spanien und Österreich zwei Rennen für McLaren-Ford bestritten. Das beste Rennsport-Ergebnis des heute 61-Jährigen war 1986 der vierte Platz bei den 24 Stunden von Le Mans. Sein Sohn Emilio jr. ist ebenfalls Rennfahrer, er startete unter anderem im Porsche-Cup.

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