Weltmeister Sebastian Vettel ist als Zugpferd noch zu schwach, die Veranstalter auf dem Hockenheimring hoffen deshalb inständig auf einen Verbleib von Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Formel 1.
"Wenn Michael Schumacher dabei ist, spüren wir das sofort beim Karten-Vorverkauf. Als sein Comeback 2010 feststand, war der Hype sofort zu spüren, die Telefone standen nicht mehr still", sagte Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, vor dem deutschen WM-Lauf an diesem Wochenende:
"Ich wünsche mir jedenfalls, dass er so lange wie möglich weiterfährt."
Der 43-Jährige hat sich noch nicht entschieden, ob er seine Karriere nach Ablauf seines Dreijahresvertrages bei Mercedes fortsetzen wird.
Vettel, Weltmeister der vergangenen beiden Jahre, und die anderen deutschen Piloten Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Timo Glock haben bei den Fans ganz offensichtlich noch nicht dieselbe Strahlkraft wie der siebenmalige Champion.
"Ich mag alle deutschen Fahrer sehr und wünsche ihnen alles Gute", sagte Seiler:
"Aber sie haben leider noch nicht den Stellenwert, den sich ein Michael Schumacher als erster deutscher Weltmeister und Rekordweltmeister eingefahren hat. Die anderen müssen sich einen solchen Namen erst noch erarbeiten. Es zählt nicht alleine, ob man Weltmeister ist, Michael Schumacher hat auch die Fans zu 100 Prozent hinter sich."
Nach Schumachers Comeback vor dem bisher letzten Rennen 2010 hat der Hockenheimring laut Seiler `eine schwarze Null" geschrieben, sein Rücktritt würde Vettel und Co. vermehrt in die Pflicht nehmen.
"Im ersten Moment würden sicher ein paar Zuschauer wegbleiben, die bisher nur wegen Michael Schumacher kommen", erklärte Seiler: "Aber ich denke, mit der Zeit würde es sich wieder einpendeln. Dann werden andere deutsche Fahrer die Fans begeistern."
