Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat zum ersten Mal eingeräumt, dass eine mögliche Anklage in Deutschland das Ende seiner Ära im Rennsport bedeuten könnte.

Die Besitzergesellschaft CVC, die Ecclestone nach der Übernahme als Geschäftsführer der Königsklasse angestellt hatte, "wird wahrscheinlich gezwungen sein, mich loszuwerden, wenn die Deutschen mich holen. Es ist ziemlich klar, wenn ich eingesperrt würde", sagte Ecclestone dem "Sunday Telegraph".

"Die Ära der One-Man-Show wird nicht weitergehen. Langsam naht das Ende einer Zeit, die vom Stil eines einzigen Mannes geprägt war, der richtungsweisende Dinge getan hat", lobte sich Ecclestone selbst.

Ecclestone wird vorgeworfen, beim Verkauf der Formel-1-Anteile rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2011.

Aber auch ohne den mächtigen Formel-1-Boss wird der Rennzirkus nach eigener Aussage nicht verloren sein. "Ich kann die Bedenken verstehen, dass eine Formel 1 ohne Bernie Ecclestone nicht funktionieren kann, aber ich versichere ihnen, die nötige Infrastuktur ist vorhanden. In der Zentrale in London sitzen viele fähige Mitarbeiter mit großem Fachwissen", erklärte Ecclestone dem englischen Blatt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel