Teamchef Christian Horner hat sich in der Diskussion um ein Stallorder-Verbot bei Red Bull ein Hintertürchen offengelassen.

"Red Bull ist nicht Red Bull Racing. Der Purist will natürlich die Fahrer frei gegeneinander antreten sehen. Es wird aber für uns als Team immer Momente geben, mit denen wir uns sorgsam beschäftigen müssen", sagte der Brite am Rande des Großen Preises von China.

Er habe sich nach den Vorfällen in Malaysia mit Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ausführlich unterhalten. "Didi ist Purist, ein großer Fan von ehrlichem Sport", sagte Horner, "ein Aspekt der Red-Bull-Philosophie besteht im Konkurrenz-Gedanken."

Aber in einem Rennstall entstünden immer wieder Situationen, die man vorher nicht kalkulieren könne: "Es kommt darauf an, was man unter Stallorder versteht. Die Fahrer sollen unseren Anweisungen folgen."

Nach dem umstrittenen Sieg von Weltmeister Sebastian Vettel beim Rennen in Malaysia hatte sich Red Bull entschlossen, zukünftig auf eine Stallorder zu verzichten. "Stallorder wird es bei uns keine mehr geben", hatte Motorsport-Berater und Mateschitz-Intimus Helmut Marko der Sport Bild gesagt.

Horner betonte, dass er mit seiner Order nicht dem Sport schaden wollte. "Uns hat nicht die Tatsache Sorgen gemacht, dass Webber und Vettel Rad an Rad miteinander kämpfen. Selbst, wenn das an der Boxenmauer nicht gemütlich anzusehen ist. Sorgen hat uns vielmehr der Reifenverschleiß gemacht", sagte Horner, "wir haben befürchtet: Wenn sich die beiden ungehemmt bekämpfen, dann gehen die Reifen kaputt, und wir verlieren vielleicht ein großartiges Ergebnis."

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