Lotus-Chef Eric Boullier (39) wähnt Kimi Räikkönen im Kampf um den Titel als ernsten Konkurrenten von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und geht von einem Verbleib des Finnen bei seinem Rennstall aus.

"Kimi tritt Vettel bis zum letzten Rennen in den Hintern. Das kann ich ihnen versprechen", sagte der Franzose in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Red Bull habe zwar mehr Geld für die Weiterentwicklung des Wagens zur Verfügung, "aber wir haben eines der besten Teams, wenn es darum geht, während der Saison Gas zu geben."

Die Gerüchte um einen Wechsel von Räikkönen zu Red Bull nach der Saison wollte Boullier nicht überbewerten.

"Das sind doch die üblichen Spielchen. Es ist ja nicht nur Red Bull. Auch die anderen Topteams haben Interesse", sagte er, "wir haben schon mit Kimi über eine Vertragsverlängerung gesprochen und er klang ganz glücklich." Zuletzt hatte Red Bull Interesse an Räikkönen als Ersatz für Vettels Intimfeind Mark Webber bekundet.

Lotus biete Räikkönen ein optimales Umfeld, das sei wichtiger für den "Iceman" als ein höheres Gehalt, meinte Boullier: "Kimi fährt nicht des Geldes wegen. Für ihn ist sehr wichtig, dass er sich zu Hause fühlt, dass er die Freiheit hat, so zu sein, wie er ist. Und da sehe ich wirklich keinen Grund, warum er uns verlassen sollte. Ich weiß nicht, ob andere Teams ihn auch so gut behandeln würden wie wir."

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