Die Kritik an der Austragung des umstrittensten Rennens der Saison in Bahrain reißt nicht ab.

"Sport sollte die Leute erfreuen. Aber die Formel 1 reißt eine Wunde auf bei uns", sagte der ehemalige Sportjournalist und Menschrechtsaktivist Faisal Hyat in einem Interview mit der "FAS":

"Manche sind für das Rennen, manche dagegen, zumindest in diesen Zeiten. Warum? Weil sie wissen, dass die Formel 1 von aller Welt gesehen wird, und weil sie fürchten, dass so eine Veranstaltung den Eindruck erweckt, alles sei in Ordnung in Bahrain. Das ist es aber nicht. Nichts hat sich geändert. Es gibt nach wie vor ständig Verletzungen der Menschenrechte."

Hyat selbst habe 2011 an einem Protestmarsch teilgenommen und sei später von der Polizei gefoltert worden. Drei Monate hätte er im Gefängnis gesessen.

Bei der Demonstration habe er gerufen: "Freiheit für Journalisten und Journalismus." Seitdem dürfe der 39-Jährige nicht mehr in seinem Beruf arbeiten.

In Bahrain säßen mehr als 50 Sportler im Gefängnis, weil sie sich für mehr Demokratie und Menschenrechte in dem autoritären Golf-Staat eingesetzt hätten.

"Wenn bekannte Sportler gegen die Regierung demonstrieren, für Menschenrechte eintreten, Freiheiten fordern, dann ist das offenbar unangenehm für das Regime", sagte er.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel