Weltmeister Sebastian Vettel hat mit einer einleuchtenden Erklärung Verständnis für die Pfiffe gegen ihn nach seinen letzten beiden Siegen geäußert.

"Ich denke nicht, dass die Fans es böse meinen. Wenn Sport deine Leidenschaft ist und du einen Fahrer favorisierst, unterstützt du den nun mal. Und dann bist du zwangsläufig auch gegen seinen Gegner", sagte der Red-Bull-Pilot zu "Sport Bild online".

Er ergänzte: "Für mich ist das einfach: Wenn ich im Fußballstadion bin und mein Team unterstütze, buhe ich auch den Schiedsrichter für gewisse Entscheidungen gegen mein Team aus. Ich gehe einfach mit der Gruppe mit. Wenn ich den Schiedsrichter dann als Idiot beschimpfe, meine ich ihn damit auch nicht persönlich."

Zudem habe er "gelernt, dass ich nicht jeden zufriedenstellen kann. Man kann hundert Autogramme schreiben. Derjenige, der das 101. haben wollte und nicht mehr bekommen hat, wird sauer sein. Das ist Fakt."

Er fügte hinzu, dass es unmöglich sei, es jedem Recht zu machen: "So sehe ich das. Solange ich ehrlich mit mir selbst bin und ohne ein schlechtes Gewissen einschlafen kann, ist das okay. Denn die erste Person, die ich betrügen oder anlügen würde, bin immer ich selbst."

Vettel, dem der vierte WM-Titel in Serie kaum noch zu nehmen ist, war nach den Siegen in Monza in Singapur zuletzt ausgepfiffen worden.

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