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Sebastian Vettel wird auch die nächsten Jahre am Nürburgring starten © getty

Der Deutschland-Grand-Prix soll ab der Saison 2015 für zunächst fünf Jahre auf dem Nürburgring stattfinden.

Wie der neue Eigentümer Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) am Dienstag mitteilte, herrscht mit Promoter Bernie Ecclestone Einigkeit, die Königsklasse ab 2015 "für den Zeitraum von mindestens fünf Jahren jedes Jahr am Nürburgring durchzuführen".

Dies sei das Ergebnis von Gesprächen zwischen Ecclestone und Capricorn-Hauptgesellschafter Robertino Wild.

"Beide Parteien sind davon überzeugt, dass dieser Weg für alle an der Veranstaltung Beteiligten deutliche Vorteile und einen Mehrwert erbringt. So haben Fans und Zuschauer Gewissheit, wo und wann das Highlight in der Königsklasse des Motorsports stattfindet", hieß es in der Mitteilung.

Zudem würden sich für Sponsoren und Geschäftspartner optimale und langfristige Planungsmöglichkeiten ergeben: "Damit ist eine dauerhafte Bindung der Formel 1 am Nürburgring möglich und in greifbarer Nähe."

Hockenheimring-Geschäftführer Georg Seiler zeigte sich erbost über die Verhandlungen zwischen dem Konkurrenten und CNG.

"Es ist eine Frechheit, dass diese Pressemitteilung herausgegeben wurde. Es gibt in der Formel 1 ein ungeschriebenes Gesetzt, das besagt: Kein Versand von Pressemitteilungen, wenn man sich im Verhandlungszustand befindet", sagte Seiler.

Zuletzt hatte der Deutschland-Grand-Prix im jährlichen Wechsel auf dem Nürburgring und in Hockenheim stattgefunden.

Nach dem Rennen am 20. Juli soll die Formel 1 laut Vertrag auch 2016 und 2018 in Hockenheim gastieren. Ecclestone habe keine Möglichkeit, die Verträge aufzulösen. Seiler: "Er kann und will den Vertrag nicht kündigen."

Ecclestone selbst jedoch spricht von einem Spezialvertrag mit dem Hockenheimring und deutete eine mögliche Entscheidung gegen die Traditionsstrecke in Baden-Württemberg an.

"Es spricht nichts gegen Hockenheim, außer dass es den Anschein hat, dass unsere Freunde in Hockenheim nicht in der Lage sind, unsere Bedingungen zu erfüllen", sagte Ecclestone der Fachzeitschrift "auto motor und sport": "Deshalb haben wir mit ihnen einen Spezialvertrag gemacht, um ihnen zu helfen. Aber auf dieser Basis können wir nicht ewig weitermachen."

Laut "auto motor und sport" gibt es Klauseln, nach denen der bestehende Vertrag kündbar ist, sobald ein Veranstalter bessere Konditionen anbietet.

"Wenn wir mit dem Nürburgring ein langfristiges Abkommen abschließen, dann ist es das Beste den bestehenden Vertrag zu beenden und bereits 2015 mit dem neuen zu beginnen", sagte Ecclestone.

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