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Luca di Montezemolo will von einem bevorstehenden Rücktritt nichts wissen
Luca di Montezemolo ist seit 1991 Verwaltungsratsvorsitzender von Ferrari © getty

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat seine Kritik an der Formel 1 relativiert und möchte von Ausstiegsplänen nichts mehr wissen.

"Ich habe niemals behauptet, dass Ferrari die Formel 1 verlassen will. Wir haben jedoch das Recht und die Pflicht, an die Zukunft zu denken, da wir seit 64 Jahren dabei sind", sagte der 66-Jährige bei einer Ausstellung anlässlich der 100-Jahr-Feier von Maserati in Modena.

In der vergangenen Woche hatte der Italiener die neue verbrauchsärmere Königsklasse zum wiederholten Mal angegriffen und im Gespräch mit dem Wall Street Journal sogar mit einem zukünftigen Abschied der Scuderia in Richtung Langstreckensport kokettiert.

"Ich glaube, dass die Formel 1 gerade keinen besonderen Moment erlebt", sagte Montezemolo nun:

"Wir müssen alle zusammen auf konstruktive Weise zur besseren Entwicklung beitragen. Die Formel 1 ist ein wunderbarer Sport. Ferrari hat die Pflicht, daran zu denken und in die Zukunft zu blicken."

Der Ferrari-Boss äußerte zudem die Hoffnung, dass Michael Schumacher bald genesen werde.

"Wir erleben ein Moment der großen Hoffnung und der großen Nähe. Wir sind über diese ersten Besserungssignale sehr glücklich. Wir sind Michael stets sehr nahe", sagte Montezemolo.

Schumachers Management hatte am Montag mitgeteilt, dass der Rekordweltmeister knapp sechs Monate nach seinem Skiunfall nicht mehr im Koma liege und "seine lange Phase der Rehabilitation" nun fortsetzen werde.

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