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Im CL-Finale 2009 blieb ihm nur der Part des Staunens. Die Hauptrolle spielten andere © getty

Der Ausnahmespieler feiert seinen bevorstehenden Wechsel überschwänglich mit Party-Ikone Paris Hilton. Doch es hagelt auch Kritik.

Madrid - Cristiano Ronaldo feierte den bevorstehenden Rekordtransfer zu Real Madrid in Hollywood mit Glamour-Girl Paris Hilton.

Derweil schwankten in Spanien die Medien zwischen Superlativen und Kritik, und in England wurde der Weltfußballer als "Schwindler mit den zwei Gesichtern" gebrandmarkt.

Der so gut wie sichere Wechsel von Ronaldo für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real hat heftige Reaktionen ausgelöst.

Doch "CR 94" - wie der Portugiese in Anlehnung an die Ablöse neu "getauft" wurde - zeigte sich davon völlig unbeeindruckt. ad

Die Zukunft vor sich

"Das ist ein historischer Deal. Nun kann ich nach vorne schauen auf Real und einen neuen Schritt in meiner Karriere", äußerte sich Ronaldo aus seinem Urlaubsdomizil in Los Angeles.

Dort machte Ronaldo an der Seite von Hotel-Erbin Paris Hilton im Nachtklub My House und später in der Wohnung von Paris-Schwester Nicky die Nacht zum Tage.

"Drei Mal ins All schießen"

Bei Real soll Ronaldo einen Sechs-Jahres-Vertrag unterschreiben und künftig 9,5 Millionen Euro pro Saison verdienen. (DATENCENTER: Die Primera Division)

Das wären etwa 180.000 Euro in der Woche, 26.000 am Tag, 1080 pro Stunde.

Die Zeitung "El Mundo Deportivo" machte in Bezug auf die Ablöse und den Start der Königlichen in eine zweite galaktische Ära eine andere Rechnung auf:

"Madrid zahlt für Ronaldo 57 Mal sein Gewicht in Gold. Für diese Summe könnte man sich dreimal ins All schießen lassen."

"Was für ein Skandal"

Von einer "Verpflichtung aus einer anderen Galaxie" schrieb die Sporttageszeitung "Marca".

Doch es gab auch scharfe Kritik.

"Was für ein Skandal! Kein Spieler ist so eine Summe wert. Das ist ein unmoralisches Angebot, eine Verschwendung und Provokation in Zeiten der Krise", schrieb die Zeitung "Sport".

Debüt für Real im Juli?

Sein Debüt für Real könnte Ronaldo, der so schnell wie möglich die sportärztliche Untersuchung hinter sich bringen soll, bei einem Freundschaftsspiel in Dublin im Juli feiern.

Die Königlichen beginnen am 10. Juli mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit und reisen drei Tage später nach Dublin, wo sie bis zum 22. Juli bleiben.

Ronaldo auf Beckhams Spuren

Reals Präsident Florentino Perez verteidigte unterdessen den bevorstehenden Transfer, der in den nächsten Tagen abgeschlossen werden soll.

Nach Rechnung des Bauunternehmers soll sich die Verpflichtung von Ronaldo 102361(DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte), der schon in einem Atemzug mit Spice-Boy David Beckham genannt wird, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich für die Königlichen auszahlen.

Zugleich stellte Perez, der über ein geschätztes Vermögen von 1,9 Millarden Euro verfügt, klar, dass die Ablöse für den 24 Jahre alten Portugiesen vom Klub finanziert wird.

Real mit Schulden

Allerdings hatte der Rekordmeister zuletzt 562 Millionen Euro Schulden.

Da sind die 65 Millionen Euro an den AC Mailand für Kaka (Kaka ist erst der Anfang), der sich über den Ronaldo-Deal "erfreut" zeigte, und das Geld für Ronaldo noch nicht eingerechnet. Zudem will Madrid noch David Villa für 48 Millionen Euro vom Ligarivalen FC Valencia verpflichten.

Geteilte Meinungen in England

In England verfassten die Medien schon ihre "Nachrufe" auf den scheidenden Star - und die fielen unterschiedlich aus.

Für die "Sun" ist Ronaldo ein "Schwindler mit zwei Gesichtern", da sein Abgang laut Reals Ex-Präsident Ramon Calderon schon seit einem halben Jahr festgestanden haben soll.

Der "Daily Mirror" titelte: "Poser, Diva, Blender - aber verdammt, er war der Allerbeste."

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