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Applaus, Applaus: Auch in Getafe will der Eugen Polanski Erfolge feiern © getty

Spanische Lebenskunst und Sprache: Der Ex-Gladbacher Eugen Polanski spricht im Interview mit Sport1.de über seine Zukunft.

Von Oliver Scheling

Getafe - Er ist einer der wenigen deutschen Legionäre in Spanien: Nach Christoph Metzelder (Real Madrid), Timo Hildebrand (FC Valencia) und David Odonkor (Betis Sevilla) versucht nun auch U21-Nationalspieler Eugen Polanski sein Glück in einer der stärksten Ligen der Welt, unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag bei Getafe CF.

"Ich schätze vor allem den ruhigen Tagesablauf hier", schwärmt der frühere Gladbacher Mittelfeldspieler im Interview mit Sport1.de.

Bei Sport1.de spricht Polanski über den iberischen Lebensstil, seine Vorfreude auf Real Madrid und Nationalmannschaftsambitionen.

Sport1: Nach dem Aufstieg bei Gladbach hätten Sie wieder in der Bundesliga kicken können. Warum eigentlich haben Sie sich dann für Getafe entschieden?

Eugen Polanski: Ich wollte schon immer mal in Spanien spielen, mich auch menschlich weiterentwickeln. Deshalb war das Angebot für mich eine Riesenchance, und es kam zur richtigen Zeit. Der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Es gab aber auch andere Angebote: Drei kamen aus Deutschland, unter anderem auch von Gladbach. Dazu gab es zwei Anfragen aus England, eine aus Spanien.

Sport1: Was macht es denn so besonders, in Spanien zu spielen und zu leben?

Polanski: Das Leben ist natürlich schon ganz anders als in Deutschland. Der Tagesablauf geht viel ruhiger zu. Das ist sehr schön, und man gewöhnt sich auch schnell an dieses Leben. Gewöhnen muss man sich natürlich ebenso an das sonnige Wetter. Die ersten zwei Wochen war ich noch allein hier in diesem Haus, in dem ich lebe. Aber mittlerweile ist meine Freundin mit Kind eingetroffen, das erleichtert vieles.

Sport1: Zumal die Verständigung in der Landessprache wohl auch eher schwierig ist, oder?

Polanski: Naja, ich habe meine Grundkenntnisse aus ein wenig Spanischunterricht an der Schule. Der Rest ergibt sich eben aus dem alltäglichen Leben. Inzwischen beherrsche ich die spanische Sprache aber schon recht gut. Es ist eine tolle Sprache. Auch mit dem Trainer (Victor Munoz, Anm. d.Red.) unterhalte ich mich auf Spanisch. Das klappt sehr gut, einen Übersetzer benötige ich nicht.

Sport1: Am Ende aber zählt vor allem die Sprache, die Sie auf dem Platz sprechen.

Polanski: Ganz klar: Ich will mich fußballerisch weiterentwickeln und so viele Spiele wie möglich bestreiten. Die Spiele gegen Real Madrid und den FC Barcelona sind natürlich die Highlights. Aber wenn ich ehrlich bin, dann freue ich mich auf jedes Spiel in der neuen Liga.

Sport1: Getafe spielt einen sehr offensiven und direkten Fußball. Macht es das schwerer für Sie?

Polanski: Egal ob offensiv oder defensiv: Der Mannschaft kann ich immer weiterhelfen. Dabei will ich auch so viele Tore wie möglich schießen.

Sport1: Dann ist die Nationalmannschaft also auch nicht mehr allzu fern?

Polanski: Zuerst einmal muss ich jede Woche meine Leistung abrufen, dann gilt es abzuwarten. Aber mein Ziel ist es natürlich, dort hinzukommen. Und irgendwann will ich auch mal wieder in Deutschland spielen.

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