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Ronaldo ist seit Februar wegen eines Patellasehnenrisses außer Gefecht gesetzt © imago

Vorerst trimmt er sich nur dort nach seiner Verletzung: Aber Flamengo Rio de Janeiro würde Ronaldo am liebsten verpflichten.

München - WM-Rekordtorschütze Ronaldo hat am Mittwoch bei Brasiliens Fußball-Erstligisten Flamengo Rio de Janeiro die Trainingsarbeit wieder aufgenommen.

Der 31-Jährige wird nach seiner schweren Knieverletzung im Februar in seiner Heimatstadt vorerst nur die klubeigenen Reha-Einrichtungen nutzen. Damit erhöhen sich aber die Chancen des Traditionsvereins, dass Ronaldo seine Karriere am Zuckerhut fortsetzen wird.

"Es gibt keine Zukunft ohne die Gegenwart. Wir haben großes Interesse, dass er bei Flamengo bleibt. Der rot-schwarze Teppich ist schon ausgebreitet", sagte Flamengos Vizepräsident Kleber Leite in Anlehnung an die Klubfarben.

Seit 30. Juni ohne Job

Ronaldo, schon dreimal Weltfußballer und zweimal Weltmeister, ist seit dem 30. Juni arbeitslos, nachdem sein letzter Arbeitgeber AC Mailand den ausgelaufenen Vertrag mit dem verletzten Angreifer nicht mehr verlängert hatte.

Der mit 15 Treffern erfolgreichste WM-Torjäger aller Zeiten hatte sich am 13. Februar einen Patellasehnenriss am linken Knie zuzogen und ist seitdem außer Gefecht gesetzt.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Teammanager gesucht

Alan Curbishley ist als Teammanager des englischen Fußball-Erstligisten West Ham United zurückgetreten. Auslöser waren offenbar die Verkäufe von Anton Ferdinand und George McCartney zum FC Sunderland kurz vor Ende der Transferperiode.

"Es ist das Beste für beide Seiten. Wir wünschen Alan alles Gute für die Zukunft", erklärte der Klub, der aktuell Platz fünf der Premier League belegt, auf seiner Homepage. In Kürze will sich West Ham zu einem Nachfolger des 50-Jährigen äußern. Curbishley begann seine Profikarriere 1975 bei den "Hammers", die er seit 2006 als Teammanager betreut hatte.

Parreira übernimmt Funktionärs-Job

Der ehemalige brasilianische Fußball-Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira tauscht den Trainingsanzug gegen einen feinen Zwirn. Der 65-Jährige unterstützt ab sofort als Technischer Direktor eine vor allem in Lateinamerika tätige Sportmarketing-Firma (Traffic).

"Es ist der erste große Schritt, um meine Trainerkarriere zu beenden", verkündete der Weltmeister-Coach von 1994 bei seiner Vorstellung.

Parreira soll in Brasilien beim Aufbau von Fußballschulen zur Ausbildung von Talenten und Trainern mithelfen. Die Eröffnung des ersten Komplexes mit fünf Sportplätzen ist für November in der Nähe von Sao Paulo geplant.

Zudem steht der Fußball-Fachmann dem US-Profiteam Miami FC, das sich im Besitz der Rechtefirma befindet, als Berater zur Verfügung.

Im April dieses Jahres hatte Parreira seine letzte Trainerstelle als Nationalcoach Südafrikas wegen der Krankheit seiner Frau vorzeitig aufgegeben. In seiner Karriere ragen vor allem die WM-Teilnahmen mit Kuwait (1982), den Vereinigten Arabischen Emiraten (1990), Brasilien (1994 und 2006) sowie Saudi-Arabien (1998) heraus.

Larsson neuer schwedischer Kapitän

Routinier Henrik Larsson ist neuer Kapitän der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 36 Jahre alte Stürmer vom Erstligisten Helsingborgs IF tritt die Nachfolge von Fredrik Ljungberg (West Ham United) an, der nach der Euro 2008 aus der Nationalelf zurückgetreten war.

"Henrik hat alle Qualitäten, die ein Kapitän braucht", sagte Trainer Lars Lagerbäck. Larsson wird die Kapitänsbinde erstmals in der WM-Qualifikation am kommenden Samstag gegen Albanien tragen. Es ist das 100. Länderspiel des Stürmers.

Polnische Hooligans greifen Polizei an

Vor dem Pokalspiel zwischen Legia Warschau und Polonia Warschau haben Hooligans die Polizei attackiert. "Hunderte Hooligans haben die Polizei vor dem Spiel angegriffen und dabei Steine geworfen und Leuchtraketen gezündet", erklärte die Polizei in einer Mitteilung.

Daraufhin habe man Tränengas eingesetzt. 741 Gewalttäter wurden überprüft, die polnische Nachrichtenagentur PAP meldete rund 300 vorübergehende Festnahmen. Verletzte oder gravierende Schäden habe es nicht gegeben.

Die Begegnung verlief ohne weitere Zwischenfälle und endete 1:1.

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