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Rummenigge sieht nicht nur Real Madrid als Verantwortlichen für einen unfairen Wettbewerb © getty

Der Bayern-Boss kritisiert die Inflation der Spielerpreise. Der Liga-Präsident fordert ein einheitliches Lizensierungsverfahren.

München - Die DFL und Bayern München fordern vom europäischen Fußball-Verband UEFA die rasche Einführung eines einheitlichen "TÜV" für alle Teilnehmer der beiden europäischen Klub-Wettbewerbe.

"Es muss bis spätestens zur Saison 2010/11 ein einheitliches Lizenzierungsverfahren mit strikten Auflagen für Schuldenaufnahme und Spielergehälter her", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Auch Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erneuerte seine Forderungen nach einer so genannten "salary cap" und einer Kontrolle der Klub-Finanzen.

Spielergehälter und Schuldenstand muss geprüft werden

"Bereiche wie TV-Vermarktung und Steuersysteme können wir nicht reglementieren", räumte er ein, ergänzte aber: "Spielergehälter sollten 50 Prozent der Einnahmen nicht übersteigen, und auch der Schuldenstand ist zu prüfen".

Scheitere ein Klub an den Kriterien, soll dieser von den europäischen Vereinswettwerben ausgeschlossen werden.

Einigkeit zeigten Rummenigge und Rauball auch in der Bewertung der aktuellen Situation auf dem europäischen Transfermarkt.

Rummenigge kritisiert die Inflation der Spielerpreise

"Nicht nur Real ist der Preistreiber", betonte Rummenigge, auch Klubs aus England und Italien hätten sich in der Vergangenheit daran beteiligt.

Ein fairer sportlicher Wettbewerb sei unter den aktuellen Bedingungen unmöglich.

"Zugleich erleben wir eine Inflation", fügte der Klub-Boss der Bayern hinzu: "Die Summen, die oben bezahlt werden, ziehen sich bis unten durch und verteuern den Markt."

Dass der spanische Rekordmeister Real Madrid die Investition von umgerechnet rund 30 Millionen Euro pro Spielzeit für Neuzugang Cristiano Ronaldo refinanzieren kann, glaubt Rummenigge nicht: "Mehr Einnahmen beim Trikotverkauf, bei Freundschaftsspielen und Sponsoren reichen niemals. Sonst hätten wir hier alle keine Ahnung vom Geschäft."

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