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Dietrich Mateschitz ist Milliardär und hält 49% an der Red Bull GmbH © getty

Leipzig-Chef Mateschitz vergleicht seinen Verein mit Hoffenheim und setzt hohe Ziele. Und er schließt die Bundesliga nicht aus.

Leipzig - Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hält langfristig den Gewinn der deutschen Meisterschaft mit RB Leipzig für "prinzipiell möglich" und sieht bei dem gerade in der fünften Liga begonnenen Engagement kein Risiko für sein Unternehmen.

Möglichst in vier oder fünf Jahren will er mit RasenBallsport Leipzig in der zweithöchsten Spielklasse angelangt sein.

"Unser Leipziger Engagement soll uns mittel- bis langfristig in die deutsche Bundesliga führen. Risiko sehen wir keines, da es nur an uns liegt, wie professionell, wie rasch und mit wieviel Engagement uns dieser Weg gelingen wird", sagte Mateschitz im Interview mit "Sport Bild".

Und weiter: "Im Normalfall erreichen wir unsere Ziele, und das hoffen wir auch in Leipzig."

Leipzig sei Teil eines globalen Fußball-Konzeptes.

Das Ziel ist die Bundesliga

Mateschitz erklärte, dass man versuchen werde, sowohl die Mannschaft als auch den gesamten Trainerstab maßgeschneidert der jeweiligen Situation beziehungsweise dem jeweiligen Ziel anzupassen.

"Wir werden versuchen, die Mannschaft möglichst rasch, aber nichtsdestotrotz gesund wachsend von der derzeit 5. Liga in die 2. Liga zu führen", sagte er.

Dafür müsse man dreimal aufsteigen, wenn das in 4 oder 5 Jahren gelingen würde, wäre das ein guter Zeitplan.

Der letzte Schritt in die Bundesliga könne laut Mateschitz derzeit noch nicht wirklich geplant oder auch absehbar sein.

Zu viele unterschiedliche Faktoren würden dafür eine Rolle spielen: "Aber unser Ziel wird es auf jeden Fall sein."

Mit dem Leipziger Verein möchte er zudem in der Europa League spielen.

"Die Roten Bullen müssen spielen"

Von der Vorgehensweise, der Philosophie und der Strategie her sieht der Milliardär "keinen wesentlichen" Unterschied zum Bundesligisten Hoffenheim.

Konkrete Budgets würde es für RB Leipzig noch keine geben, vielmehr werde man von Jahr zu Jahr die zum Erreichen der sportlichen Ziele erforderlichen Investitionen zur Verfügung stellen.

Befürchtungen, dass RB Leipzig langfristig als Retortenklub angesehen wird, hegt Mateschitz nicht.

"Wenn wir Fußball spielen, dann müssen die Roten Bullen Fußball spielen. Mit eigenständiger, neuer Tradition und eigenständiger, neuer Fankultur", sagte er.

Am liebsten würde er es sehen, dass irgendwann Spieler bei RB Leipzig kicken, die "zum größten Teil aus dem Bereich unserer eigenen Nachwuchsarbeit kommen".

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