vergrößernverkleinern
Eintracht-Recken unter sich: Geburtstagskind Jürgen Grabowski (l.) und Bernd Hölzenbein © imago

Der Ex-Nationalspieler lässt es ruhig angehen an seinem Geburtstag. Doch "seine" Eintracht fesselt Jürgen Grabowski nach wie vor.

Frankfurt - Ex-Nationalspieler Jürgen Grabowski feiert seinen 65. Geburtstag am Dienstag ohne große Party.

"Wir lassen es ganz ruhig angehen. Ich habe den 50. Geburtstag groß gefeiert, aber schon der 60. war ganz ruhig", sagt der Weltmeister von 1974 und langjährige Profi des Bundesligisten Eintracht Frankfurt.

Vor Glückwünschen kann sich Grabowski trotzdem kaum retten kann.

Auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch gratuliert dem Geburtstagskind und würdigt Grabowski als "großartigen Sportsmann" und "persönliches Vorbild."

15 Jahre bei der Eintracht

Die Karriere des gebürtigen Wiesbadeners begann beim SV Biebrich (1952-1960).

Später wechselte Grabowski 1965 zur Eintracht, bei der er 15 Jahre (davon elf Jahre als Kapitän) unter Vertrag stand und später zum Ehrenspielführer ernannt wurde. (der Sommerfahrplan von Eintracht Frankfurt)

Mit den Hessen gewann der Mittelfeldstratege 1974 sowie 1975 den DFB-Pokal und holte in seinem letzten Jahr (1980) den UEFA-Pokal an den Römer.

"Bester Auswechselspieler der Welt"

Grabowski bestritt 44 Länderspiele und erzielte fünf Treffer, sein Debüt feierte er am 4. Mai 1966 gegen Irland.

An drei Weltmeisterschaften nahm Grabwoski teil, berühmt wurde er aber erst bei der WM in Mexiko 1970 als "bester Auswechselspieler der Welt".

Denn: Er wurde in fast jedem Spiel eingewechselt, fand sich in der Regel sehr schnell in das Spiel und setzte entscheidende Impulse.

Sein letztes Länderspiel absolvierte Grabwoski im WM-Finale '74 gegen die Niederlande (2:1). 1980 beendete er seine Laufbahn.

Hessens beliebtester Kicker

Zu seinen damaligen Teamkollegen hat Grabowski, der zuletzt bei einer Wahl des Hessischen Rundfunks (HR) zum beliebtesten Fußballer des Bundeslandes gewählt wurde, auch heute noch Kontakt:

"Mit den Spielern aus der Nationalmannschaft telefoniere ich natürlich nicht pausenlos, aber wenn wir uns sehen, dann ist das eine wunderbare Geschichte", meint er.

"Die Eintracht-Spieler sehe ich regelmäßig im Stadion oder bei anderen Anlässen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel