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Bundestrainer Joachim Löw will die Vorwürfe von Felix Magath nicht hinnehmen © getty

Der Bundestrainer wehrt sich gegen die Attacken des Meistermachers und stellt klar: "Das ist gar keine Diskussion wert."

München - Bundestrainer Joachim Löw hat sich gegen die Angriffe von Schalkes Coach Felix Magath zur Wehr gesetzt, will aber in der WM-Saison nicht auf Konfrontationskurs zu den Bundesliga-Klubs gehen.

"Da wird einiges falsch dargestellt, das ist gar keine Diskussion wert. Niemals würden wir uns in die Trainingsarbeit der Vereine einmischen - nicht jetzt, nicht in der Zukunft. Und wir werden um Gottes Willen auch keine Pläne für die Vereinstrainer entwerfen!", sagte Löw der "Bild".

Deshalb sei der Vorwurf von Magath "falsch. Es geht uns nur darum, festgestellte Defizite bei Spielern in Zusammenarbeit mit den Vereinen zu beheben. Wir alle haben doch ein Interesse daran, unsere Spieler immer weiter zu verbessern", erklärte der Bundestrainer aus dem Urlaub auf Sylt.

"Das muss aufhören"

Meistermacher Magath hatte in den vergangenen Tagen wiederholt Kritik geübt, auch an Löw. (Magath attackiert Löw)

"Diese Tendenz, dass die Verbände immer mehr in die Vereinsarbeit eingreifen, muss aufhören. Mich wundert, dass sich die Vereine so etwas bieten lassen. Ich lege Wert darauf, dass ich meine Spieler trainiere", verdeutlichte Magath.

Magath nennt Beispiel Pander

Im Fall des lange Zeit verletzten Schalker Profis Christian Pander sei er, "nicht Joachim Löw", für das Training verantwortlich.

Der Bundestrainer könne nicht einfach mit speziellen Trainingsplänen ankommen, "nur weil Christian Pander vielleicht ab und zu mal wieder ein Länderspiel macht. Das geht nicht", monierte Magath.

Rummenigge auf Magaths Seite

Schon Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hatte sich vor einer Woche eine derartige Einmischung verbeten.

"Wir haben hier einen Trainer, der die Trainingspläne macht. Das sage ich ganz klar. Bei Bayern wird ab sofort ausschließlich nach Louis van Gaal trainiert", sagte Rummenigge.

Vor Löw hatte bereits Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff die Vorwürfe zurückgewiesen, war aber ebenso bemüht, die Wogen zu glätten: "Wir haben nie die Intention gehabt, in irgendeiner Weise in die Vereinsarbeit einzugreifen."

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