vergrößernverkleinern
Für Mario Basler ist Eintracht Trier die dritte Trainerstation © imago

Eintracht Trier nimmt mit Mario Basler ihren wohl prominentesten Trainer unter Vertrag. Der Ex-Profi will aber keine kurzfristigen Ziele setzen.

Trier - Als Fußballer war Mario Basler Kunstschütze, Schlitzohr und nie um einen frechen Spruch verlegen - kurzum: Als "Super-Mario" genoss er Kultstatus.

Als Trainer verlief der Weg des 39-Jährigen bisher beschwerlicher.

Nun versucht er als Chef-Coach beim Regionalligisten Eintracht Trier einen Neuanfang.

Trier als Chance

Vierte Liga, das klingt für einen wie Basler nicht gerade nach großer Fußball-Welt.

Aber der gebürtige Pfälzer sieht die Aufgabe beim Traditionsklub an der Mosel, der nach dem Zweitliga-Abstieg 2005 bis in die Oberliga durchgereicht worden war, als Chance - auch für sich selbst.

Keine Versprechen von Basler

Am Montag unterschrieb der Europameister von 1996 einen Vertrag bis 2010, nachdem sich die Eintracht nach drei Spielen ohne Sieg und Tor von Werner Weiß getrennt hatte.

Saisonziele will Basler, der im pfälzischen Wattenheim lebt, und nach Trier pendelt, noch nicht ausgeben.

"Erst einmal muss ich die Mannschaft kennenlernen", sagte der 30-malige Nationalspieler und hat doch Höheres im Sinn. Man wolle "demnächst mal wieder an höheren Ligen kratzen", erklärten Basler und Triers Boss Harry Thiele unisono.

Der bislang prominenteste Trainer

Für den zweimaligen deutschen Amateurmeister von der Mosel, der vor zwei Jahren für fragwürdige Schlagzeilen sorgte, als er binnen eines Jahres sechs Trainer in der Regionalliga verschliss, wird sich aber auch schon kurzfristig etwas ändern.

Basler wird dem tristen Grau bei Heimspielen gegen Mechtersheim oder Cloppenburg Farbtupfer verleihen.

Der einstige Bundesliga-Profi ist der prominenteste Trainer, den die Schwarz-Blauen in ihrer 103jährigen Geschichte je hatten.

"Stimmung auf der Tribüne"

"Mario hat einen zugkräftigen Namen. Das wird auch für Stimmung auf der Tribüne sorgen", erklärte Thiele, gab aber auch zu.

"Die Finanzierung war nicht einfach. Aber wir haben es geschafft, ohne finanzielle Abstriche etwa bei der Jugendarbeit machen zu müssen."

Dritte Trainerstation

Ob Basler auch den sportlichen Erfolg zurück nach Trier bringt, muss der ehemalige Bundesliga-Profi aber erst noch beweisen.

Für Basler ist es die dritte Trainerstation nach seinen Tätigkeiten als Teamchef beim SSV Jahn Regensburg (2004 bis 2005) und als Co-Trainer bei der TuS Koblenz (2007 bis 2008).

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel