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Nur ein Aufbaugegner? Ronaldo kam für 94 Millionen Euro von ManUnited zu Real © getty

Real Madrid als Partygast, Stuttgart im Hinterkopf: Vor dem Jubiläumsspiel lehnt sich ein Dortmunder Profi weit aus dem Fenster.

Von Andreas Messmer

München - Der Chance auf einen völlig entspannten, feierlichen Geburtstagskick haben sich die BVB-Profis am vergangenen Samstag selbst beraubt.

Nach der deftigen 1:4-Klatsche in Hamburg stehen die Dortmunder bei der Partie gegen Real Madrid (ab 20 Uhr ) mehr im Blickpunkt, als ihnen lieb sein dürfte.

Im Jubiläumsspiel anlässlich des 100. Geburtstags geht es für Borussia Dortmund primär um Wiedergutmachung für die Wochenendpleite. Für die spanischen Gäste ist die Partie ein weiterer wichtiger Gradmesser vor dem Saisonstart in der Primera Division am 30. August.

"Es ist ein feierlicher Anlass. Aber wir sind nicht gekommen, um zu gratulieren", betont Superstar Kaka, der für 65 Millionen Euro vom AC Mailand in die spanische Hauptstadt gewechselt ist.

"Wir nehmen es sehr ernst und werden mit allen wichtigen Leuten vertreten sein." Es ist das vorletzte Testspiel Reals vor dem Auftakt gegen Deportivo La Coruna.

"Ronaldo nur ein Aufbaugegner"

Dortmunds Verteidiger Patrick Owomoyela überraschte vor der Partie mit einer mutigen Aussage. "Wenn ich wirklich gegen ihn spiele, dann ist Christiano Ronaldo nur ein Aufbaugegner", sagte Owomoyela der "Bild". Was despektierlich klingt, klärt der Verteidiger dann aber gleich auf.

Zuletzt gegen Hamburg habe er einen schwachen Tag erwischt und nun gehe es für ihn persönlich nur darum, "mir die Sicherheit zurückzuholen".

Er habe bereits das schwere Spiel gegen Stuttgart am nächsten Bundesligawochenende im Hinterkopf. Eines ist ihm aber natürlich bewusst: "Jetzt gegen Ronaldo zu spielen, hat natürlich seinen Reiz."

Vorfreude bei Metzelder

Auch ein ehemaliger Dortmunder Defensivspieler strotzt vor Selbstvertrauen. Für Christoph Metzelder soll das Gastspiel bei seinem Ex-Klub der Start für eine titelreiche Saison werden.

"Ich freue mich auf die Fans, auf das Stadion, auf die Südtribüne. Es wird sicherlich ein ganz besonderer Moment für mich", sagt der 28-Jährige, der 126 Bundesligaspiele für den BVB bestritt.

Im Sommer 2007 war der Nationalspieler zu den "Königlichen" gewechselt, hat aber bislang noch nicht ganz den Durchbruch geschafft. Zahlreiche Verletzungen warfen immer wieder zurück.

"Dieses Jahr wird mein Jahr"

Er brachte es nur auf nur 33 Einsätze in der Primera Division (24 in der vergangenen Saison) und vier in der Champions League. Gerade im Hinblick auf die WM im nächsten Jahr sollen es künftig mehr werden.

"Ich weiß, dass es schwer wird und ich muss kämpfen um Einsatzminuten zu bekommen, doch dieses Jahr bin ich sehr gut drauf", sagte er der spanischen Sportzeitung "As": "Dieses Jahr wird mein Jahr."

Seinen Schritt ins Ausland bereut er trotz den durchwachsenen Spielzeiten nicht. "Ich habe mich hier verbessert, weil der Fußball hier anders ist - viel technischer."

Lob für den großen Konkurrenten

Seine Chancen auf mehr Einsatzzeit stehen unter Trainer Manuel Pellegrini jedenfalls in der Anfangsphase der Saison nicht schlecht.

Der für zehn Spiele gesperrte Portugiese Pepe, einer der größten Konkurrenten um einen Platz in der Innenverteidigung, muss zum Start der am 30. August beginnenden Saison noch vier Mal zuschauen.

Trotz der Konkurrenzsituation hat Metzelder für ihn nur lobende Worte übrig. "Er ist der beste Verteidiger der Welt", meint der Routinier, betont aber auch, was ihn von Portugiesen unterscheidet. "Ich glaube, ich bin ein anderer Spielertyp - ruhiger und mit mehr Erfahrung."

So könnten sie spielen:

Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer - Tinga ? Blaszczykowski, N. Sahin ? Hajnal ? Valdez, BarriosReal Madrid: Casillas - Metzelder, Albiol, Arbeloa, Drenthe - Lass, Xabi Alonso - Cristiano Ronaldo, Kaka - Raul, Benzema

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