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Toni Schumacher (l.), Olaf Thon (M.) und Thomas Strunz trafen sich zum Experten-Talk © getty

Schumacher, Thon und Strunz: Auf der Online-Marketing-Düsseldorf (OMD) wartete Sport1.de mit der geballten Fußball-Kompetenz auf.

Düsseldorf - Auf dem Stand von Sport1-Vermarkter AdImpulse Media trafen sich Weltmeister Olaf Thon (1990) sowie die beiden Europameister Toni Schumacher (1980) und Thomas Strunz (1996) zu einem viel beachteten Experten-Talk, bei der sie mit ihrer Meinung nicht hinter den Berg hielten.

"Ausgehend von der Wirtschaftskraft ist die deutsche Bundesliga die zweitstärkste Liga in Europa. Gemessen daran kommt am Ende zu wenig dabei raus", erklärte Strunz zu der Frage nach den internationalen Chancen der deutschen Bundesligavereine.

Man dürfe Defizite nicht stets nur mit dem Verweis auf "die Geldschiene" begründen.

Strunz weiter: "Die Spanier spielen kreativer, die Engländer liegen bei der Schnelligkeit vorn. Dazu müssen Alternativen gefunden und es muss individueller trainiert werden."

Torwart-Legende und Sport1-Kolumnist Toni Schumacher sah die Liga dagegen auf einem guten Weg, während Martin Volkmar, Ressortleiter Fußball bei Sport1.de, betonte, dass den Ligamannschaften noch die "Siegermentalität" fehle, "wenn es hart auf hart geht".

Vorbild seien Jürgen Klinsmann und Joachim Löw, die mit der deutschen Nationalelf eine Truppe aufgebaut haben, die an sich glaube. "So müssten auch die Bundesliga-Mannschaften auf dem internationalen Rasen auftreten", sagte Thon.

"Poldi soll aufhören zu jammern

Zur aktuellen Diskussion um Lukas Podolski bezog Toni Schumacher ganz klar Stellung:

"Ich rate ihm, nicht nach Köln zurückzugehen." Bei großen internationalen Vereinen werde er so angespielt, wie er es brauche:

"Poldi fühlt sich in der Nationalmannschaft zu Hause, weshalb er dort besser spielt", beim FC Bayern fehle das noch.

Ex-Bayern-Star Strunz fand dazu klare Worte: "Poldi soll mit dem Jammern aufhören und sich auf den Hintern setzen, statt zu versuchen, Druck über die Medien aufzubauen."

Eventuell habe er beim Training nicht mit aller Macht gezeigt, dass er in die Mannschaft will.

FC Bayern: Geringe Chancen auf Champions League-Titel

Großes traut die Runde dem FC Bayern zu.

Nach Einschätzungen von Thomas Strunz wird der FC Bayern in diesem Jahr das Halbfinale erreichen und kann sich bei der Deutschen Meisterschaft nur selbst ein Bein stellen, obwohl Star Franck Ribery noch nicht fit sei und "auch 2008 keine Bäume mehr ausreißen kann".

Toni Schumacher sieht den FC Bayern ebenfalls als Deutschen Meister, deren Trainer Jürgen Klinsmann werde jedoch an den Ergebnissen in der Champions League gemessen.

Thon wies darauf hin, dass man Jürgen Klinsmann mindestens ein Jahr Zeit geben müsse.

Insgesamt, so die Experten einhellig, sei der Gewinn der Champions League in diesem Jahr jedoch sehr schwierig.

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