Vor einem Jahr waren Löw und Klinsmann die beiden wichtigsten Trainer Deutschlands. Doch nun haben sie nur noch wenig gemeinsam.

Joachim Löw und Jürgen Klinsmann stehen mal wieder in den Schlagzeilen, doch aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Noch zu Beginn des Jahres waren sie die wichtigsten Trainer Deutschlands: Bundestrainer der eine, Coach des FC Bayern der andere.

Dann aber ging der Weg auseinander. Löw ist nach der erfolgreichen WM-Qualifikation beim DFB unantastbar, daran haben die wenig erbaulichen Freundschaftsspiele in diesem Jahr nichts geändert.

Daher kann sich der Bundestrainer sogar erlauben, die bereits von DFB-Präsident Theo Zwanziger stolz verkündete Vertragsverlängerung zu dementieren.

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Im Grundsatz sei man sich einig, so Löw, aber bis zur Unterschrift sei noch einiges zu klären.

Löw will und wird seine Position im Verband noch weiter festigen, vermutlich zu Lasten von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.

Dass der Bundestrainer dann auch tatsächlich seinen neuen Vertrag bis 2012 erfüllt, ist aber keineswegs sicher. Ein enttäuschendes Abschneiden bei der WM in Südafrika würde für Löw wohl trotzdem das Aus bedeuten.

Denn dass im Fußball letztlich nur die Ergebnisse zählen, weiß derzeit kaum einer besser als Löws einstiger Förderer Klinsmann.

Die Hoffnung auf eine neue Ära beim FC Bayern dauerte nur bis April, dann war seine kurze Karriere als Vereinstrainer fürs Erste beendet.

Nun hat man fast den Eindruck, als wolle sich Klinsmann mit Interviews ihm gewogener Medien wie "RTL" und "FAZ" wieder ins Spiel bringen.

Nachdem er kürzlich als TV-Experte Liverpools Trainer Rafael Benitez hart kritisierte, kartete er nun gegen seinen Ex-Klub nach und attackierte vor allem Uli Hoeneß.

Joachim Löw hat so etwas momentan nicht nötig. Im Gegenteil: Nachdem er über die DFB-Homepage Zwanziger widersprochen hatte, gab er keine weiteren Kommentare ab.

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