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Michal Listkiewicz und alle Vorstandsmitgleider des polnischen Verbandes wurden abgesetzt © imago

FIFA und UEFA setzen der polnischen Regierung die Pistole auf die Brust, die alte Führung soll wieder inthronisiert werden.

München - Nach der Absetzung der Führung des polnischen Fußball-Verbandes (PZPN) hat der Weltverband FIFA der polnischen Regierung eine Deadline bis zum 6. Oktober gesetzt und ansonsten mit drastischen Sanktionen gedroht.

Sollte die Regierung die Verbandsspitze bis zum kommenden Montag nicht wieder einsetzen, droht die FIFA mit der Absage der WM-Qualifikationsspiele Polens gegen Tschechien (11. Oktober) und der Slowakei (15. Oktober).

Beide Spiel würden dann mit 0:3 Toren gewertet.

Mögliche Sanktionen offen

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat noch nicht über mögliche Sanktionen entschieden.

Erst in der Vorwoche waren Polen und die Ukraine trotz zahlreicher Probleme als EM-Gastgeber bestätigt worden.

"Wir haben zwei Tage Zeit für Gespräche. Ich bin überzeugt, dass wir bis Montag alles geregelt haben. Wir sollten die Probleme innerhalb unseres Landes lösen und unser Bestes geben, dass die WM-Qualifikationsspiele stattfinden können", sagte der stellvertretende Verbandspräsident Jerzy Engel.

FIFA und UEFA ignorieren Verwalter

Polens Sportminister Miroslaw Drzewiecki hatte am Montag ein Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitees angerufen, das die PZPN-Führung um Präsident Michal Listkiewicz nach zahlreichen Skandalen suspendiert und durch den unabhängigen Verwalter Robert Zawlocki ersetzt hatte.

FIFA und UEFA kündigten an, mit Zawlocki nicht zu kommunizieren und das Internationale Olympische Kommitee (IOC) über die Vorgänge in Polen zu informieren.

Erst im vergangenen Jahr war Polen einem Ausschluss vom Weltverband knapp entgangen.

Damals hatte die Regierung die Geschäftsführung des nationalen Fußball-Verbandes ebenfalls entlassen, dann aber fristgerecht wieder eingesetzt.

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