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Franz Beckenbauer (r.)hat "keine Lust", Theo Zwanziger als DFB-Boss zu beerben © getty

Für Franz Beckenbauer gibt es keinen besseren DFB-Präsidenten als Theo Zwanziger. Mit dieser Meinung ist er nicht allein.

Frankfurt/Main - Am Tag der DFB-Präsidiumssitzung hat sich Franz Beckenbauer in aller Öffentlichkeit erneut für DFB-Präsident Theo Zwanziger stark gemacht.

"Der Fall Amerell ist es nicht wert, ein solches Amt aufzugeben. Das kann nicht sein, dass Theo Zwanziger wegen dieser Geschichte zurücktritt. Ich kann mir keinen besseren für diese Position vorstellen", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung.

DFB hinter Zwanziger

Zugleich bezeichnete Beckenbauer Spekulationen, wonach er selbst den Thron des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) besteigen könnte, als "völlig ausgeschlossen".

Beckenbauer ist sich vielmehr sicher, dass "der ganze DFB" hinter Zwanziger stehe.

Besonders Generalsekretär Wolfgang Niersbach und auch Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball hätten sich in den letzten Tagen vehement für Zwanziger eingesetzt, sagte der "Kaiser".

Keine leichte Situation

In der Affäre um den früheren Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell und FIFA-Referee Michael Kempter wollte Beckenbauer mit dem Krisenmanagement von Zwanziger nicht zu hart ins Gericht gehen.

"Das ist eine verzwickte Situation. Wenn du als DFB zu langsam reagierst, heißt es, du willst etwas vertuschen. Wenn du schnell die Sache an die Öffentlichkeit bringst, wirst du kritisiert, übereilt gehandelt zu haben", erklärte Beckenbauer.

"Es gibt Wichtigeres"

"Vielleicht wäre der DFB besser beraten gewesen, diese Angelegenheit gleich dem Staatsanwalt zu übergeben", erläutert er weiter.

Mit Blick auf die WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) forderte Beckenbauer ein Ende der "Nebenkriegs-Schauplätze und Eitelkeiten" und betonte: "In ein paar Wochen haben wir WM. Das ist viel wichtiger als der Fall Amerell."

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