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In der Saison 1984/85 debütierte Manfred Amerell als Schiedsrichter in der Zweiten Liga © getty

Der Anwalt des ehemaligen Schiedsrichters kündigt eine Klage an. Angeblich soll es um ein Schmerzengeld von bis zu 100.000 Euro gehen.

Frankfurt/Main - Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen dem DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und dem früheren Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell könnten schon bald eine neue Qualität gewinnen.

Nach einem Bericht des Kölner "Express" will Amerell den Präsidenten des DFB wegen Rufschädigung und Ehrverletzung verklagen. 212298(DIASHOW: Theo Zwanzigers Karriere)

"Herrn Amerell wurde schwerer Schaden zugefügt. Die Konsequenzen sind klar. Wir werden klagen", sagte Amerell-Anwalt Jürgen Langer der Zeitung.

100.000 Eur Schmerzensgeld

Angeblich will Langer Schmerzensgeld bis zu 100.000 Euro für seinen Mandanten Amerell, der sich seit dem Beginn der Affäre um ihn und FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter im Streit mit dem DFB befindet, erstreiten.

Laut Langer sei Amerell durch die Veröffentlichungen des DFB vorverurteilt werden.

Einstweilige Verfügung gegen Zwanziger

Schon zuletzt beschäftigte die Affäre die Justiz.

Das Landgericht Augsburg hat auf Antrag Amerells eine einstweilige Verfügung gegen Zwanziger erlassen.

Demnach darf Zwanziger die Vorfälle nicht mehr mit den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche vergleichen.

Andernfalls könnte ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro auf Zwanziger zukommen.

Auch Amerell muss sich zurückhalten

Amerell muss sich ebenso in der Öffentlichkeit zurückhalten.

Das Landgericht Köln hat gegen Amerell eine einstweilige Verfügung erlassen und damit einem Antrag Kempters entsprochen.

Amerell wurde es unter Androhung eines Ordnungsgeldes von ebenfalls bis zu 250..000 Euro verboten, private E-Mails oder SMS von Kempter an ihn zu veröffentlichen oder zu verbreiten.

Auch dagegen will Amerell vor Gericht vorgehen.

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