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In sieben Bundesliga-Partien kam Andreas Ottl in dieser Saison zu fünf Einsätzen für die Roten © getty

Bayern-Profi Andreas Ottl reagiert ernüchtert auf die Niederlage gegen Ingolstadt. Und lobt Rensing-Ersatz Hans-Jörg Butt.

Von Mathias Frohnapfel

Ingolstadt - In einer ungewohnten Rolle fand sich Andreas Ottl beim Testspiel gegen den FC Ingolstadt wieder: als Innenverteidiger.

Ungewohnt war für den FC Bayern-Jungstar aber vor allem, eine 0:1-Niederlage gegen einen Zweitligisten kommentieren zu müssen.

Die Pleite für den Deutschen Meister, der während der Bundesligapause ohne seine Nationalspieler auskommen musste, hätte sogar noch höher ausfallen können.

Im Gespräch mit Sport1.de spricht Ottl über die andauernde Bayern-Krise und den Auftritt von Ersatzkeeper Hans-Jörg Butt im Bayern-Tor.

Sport1.de: Herr Ottl, der FC Bayern ist mit einer auf zig Positionen veränderten Mannschaft angetreten. Können Sie dennoch Lehren aus diesem Freundschaftsspiel mitnehmen?

Ottl: So haben wir heute zum ersten Mal zusammengespielt und werden so wahrscheinlich auch nicht mehr zusammenspielen. Ich glaub es war gut, dass heute auch mal andere Spieler über 90 Minuten Praxis gesammelt haben, die sonst nicht so zum Einsatz gekommen. Das da nicht alles klappen kann, die Abläufe nicht stimmen, war uns eigentlich auch schon vorher klar.

Sport1.de: Der Spaß-Faktor war alles andere als hoch für Sie und das Team. Wie weh tut das? Eigentlich wollte man sich ja Selbstvertrauen holen.

Ottl: Sicherlich. Wir kommen ja her, um erfolgreich sein. Wir sind der FC Bayern und wollen überall gewinnen. Ganz klar, wir wollten uns den Frust von der Seele schießen, der sicher aufgestaut ist. Wir haben trotzdem versucht nach vorne zu spielen und uns Chancen rauszuspielen.

Sport1.de: Hans-Jörg Butt stand diesmal statt Michael Rensing im Tor des FC Bayern. Der 34-Jährige hat sehr lautstark das Team dirigiert. Wie haben Sie Ihren Torhüter wahrgenommen?

Ottl: Jörg ist einer, der natürlich mit seiner Erfahrung der Mannschaft hilft und schon sehr viel miterlebt hat. Man sieht, der Jörg würde immer einspringen, wenn etwas mit Michael Rensing ist. Er ist auf einem sehr guten Niveau und hat das auch schon in den Jahren zuvor bewiesen. Michael hat heute eben eine Pause bekommen, das war für uns keine Überraschung.

Sport1.de: Wie ging es Ihnen mit der ungewohnten Aufgabe in der Abwehr?

Ottl: Ach, ich spiele da, wo ich für die Mannschaft am wichtigsten bin. Ich kann Aufgaben in der Abwehr wie im Mittelfeld übernehmen.

Sport1.de: In der ersten Halbzeit war Ihr Team überhaupt nicht präsent. Wie bewerten Sie das Freundschaftsspiel gegen den FC Ingolstadt insgesamt?

Ottl: Wir haben uns sicher in der ersten Halbzeit schwergetan, in der zweiten Halbzeit war es dann etwas besser. Ingesamt haben wir aber im Training in der Zeit gut gearbeitet, seit die Nationalspieler weg sind.

Sport1.de: Wie sieht jetzt die nächste Zeit aus bis zum Bundesligaspiel gegen den Karlsruher SC?

Ottl: Am Freitag ist noch mal Training. Dann ist am Wochenende vermutlich frei, das tut auch mal gut, ehe dann die Vorbereitung auf Karlsruhe und die englischen Wochen losgeht.

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