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Seit 2003 zusammen bei United: Cristiano Ronaldo (r.) und Coach Ferguson © getty

Manchester Uniteds Trainer Alex Ferguson rät seinem Superstar Cristiano Ronaldo dringend von einem Wechsel zu Real Madrid ab. Die internationale Wechselbörse.

Zusammengestellt von Martin Hoffmann

München - Mit einem Machtwort hat Sir Alex Ferguson versucht, die Transferdebatte um Cristiano Ronaldo zu beenden. Gelungen ist ihm das nicht.

Auf die Feststellung des Trainers, dass Ronaldo bei Manchester United bleiben würde, antwortete der Portugiese lapidar, dass "nur Gott weiß", wo er in der nächsten Saison spielen würde.

Dass Ronaldo für seinen Teil zu Real Madrid will ist kein Geheimnis mehr, aber Ferguson versucht weiter ihm das auszureden.

"Wenn man um Rat für seinen Sohn gefragt würde, würde man ihm den besten Rat geben", erklärte Ferguson den englischen Medien, als die ihn ein weiteres Mal nach seiner Haltung zu Ronaldos Wechselabsicht fragten.

"Er ist bereits beim richtigen Klub"

"Und das Schlimmste, was Ronaldo machen kann ist mit 23 Jahren zu Real Madrid zu gehen", führte er aus.

"Ronaldo ist bereits beim richtigen Klub - einem fantastischen Fußballklub und er hat einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben, von dem noch vier Jahre übrig sind. Das ist definitiv, denn ich habe seine Unterschrift gesehen."

Ferguson glaube aufrichtig zu wissen, welcher Klub der beste für Ronaldo wäre. Sein jetziger, versteht sich.

Sport1 hat weitere News aus der internationalen Wechselbörse zusammengefasst:

Wenger vermisst die Moral

Madrids offensives Werben kommt nicht nur in Manchester schlecht an. Auch Arsene Wenger, Trainer von Ligakonkurrent FC Arsenal, hat Kritik an den "Königlichen" geübt - im Speziellen an ihrem Präsidenten.

"Man kann nicht so ankommen wie Ramon Calderon gegenüber Manchester United und sagen, dass sie einen Spieler nicht vom Gehen abhalten können", meint er.

"Wenn man keinen Respekt mehr vor anderen Klubs hat, bewegt sich der Fußball in die falsche Richtung", mahnt Wenger und zielt damit nicht nur auf Real, sondern auf alle Topklubs.

"Die großen Klubs sollten Werte und Visionen haben und mit gutem Beispiel vorangehen", findet er.

Beschwerden wegen Berbatov und Keane

Wenger spielt mit seinen Bemerkungen auf eine Reihe von Fällen an, die in England gerade die Gemüter bewegen.

So hat Tottenham Hotspur gerade Beschwerde bei der Liga eingelegt, weil sich Konkurrenzklubs mit ihren Spielern direkten Kontakt gesucht hätten: Es geht um Dimitar Berbatov, den Manchester United will und Robbie Keane, der vom FC Liverpool umworben wird.

Die Spurs selbst hat sich wiederum die Wut von Aston Villa zugezogen, dem sie Gareth Barry abspenstig machen wollen.

"Spurs" müssen für Arschawin nachlegen

Mit Keane und Berbatov ist Tottenham also drauf und dran, zwei Hochkaräter zu verlieren - das erhöht den Bedarf nach dem Zukauf eines Topmanns für die Offensive.

Der russische EM-Star Andrej Arschawin ist da ein Kandidat, um den die Spurs besonders intensiv werben.

Dessen jetziger Klub Zenit St. Petersburg signalisiert jedoch, dass Tottenham mehr für ihn ausgeben muss, als es momentan bereit ist.

"Dieser englische Klub ist wirklich interessiert an Andrej", erklärt Sportdirektor Konstantin Sarsanija: "Aber wie ich das verstehe, sind ihm 27 Millionen Euro - unser Preis - zu hoch."

Die Spurs bieten nach Sarsanijas Angaben 20 Millionen Euro - und es heißt, dass sie zögern, viel mehr für Arschawin locker zu machen.

Essien verlängert mit Chelsea

Fast doppelt so viel - 38 Millionen Euro - hat sich der FC Chelsea 2005 die Dienste von Mikael Essien kosten lassen.

Der Ghanaer hat nun seinen Vertrag bei den "Blues" vorzeitig bis 2013 verlängert.

Essien gab seine Entscheidung während der Asien-Reise seines Klubs bekannt. Damit bleibt die Konkurrenz im Chelsea-Mittelfeld für DFB-Kapitän Michael Ballack groß.

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