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Kevin-Prince Boateng (l.) geriet schon zu Hertha-Zeiten mit Ballack aneinander © getty

Der Vater des Portsmouth-Spielers berichtet, dass sein Sohn und Michael Ballack schon öfters aneinander geraten seien.

Berlin - Nach dem Foul von Kevin Boateng gegen Michael Ballack hat Boatengs Vater Spekulationen um eine mögliche Revanche-Tat angeheizt.

Ballack, dessen WM-Teilnahme nach dem rüden Einsteigen wegen einer Knöchelverletzung geplatzt ist, und Boateng seien bereits zu früheren Zeiten in der Bundesliga aneinandergeraten, sagte Prince Boateng der Berliner Tageszeitung "BZ". (Reaktionen: Boateng kann's einfach nicht lassen)

"Kevin hatte eine Woche vorm Spiel gegen die Bayern sein erstes Bundesliga-Tor geschossen. Im Spiel ist ihm dann Ballack auf den Fuß getreten. Als Kevin nachgefragt hat, was das soll, hat Ballack zu ihm gesagt: 'Halt die Klappe! Nur weil Du gegen Frankfurt ein Tor geschossen hast, musst Du nicht denken, dass Du der Größte bist'", berichtete der Vater des Profis vom FC Portsmouth.

Rot für Ballack?

In den Augen von Boateng Senior sei das Foul gegen Ballack am Samstag im FA-Cup-Finale mit dem FC Chelsea (0:1) eine Reaktion gewesen.

Der Wischer, den Ballack zuvor seinem Sohn verabreicht habe, sei eine Rote Karte gewesen. "So etwas hat auf dem Platz nichts zu suchen", sagte der Senior.

Einen Platzverweis habe die Attacke seines Sohnes auf keinen Fall gerechtfertigt.

"Habe schon viel schlimmere Fouls gesehen?"

"Ich habe schon viel schlimmere Fouls gesehen. Noveski gegen Elia zum Beispiel. Oder auch bei Ribery heißt es, es wäre keine Absicht, weil er ja so ein feiner Techniker ist. Das ist lächerlich!"

Der Vater des 23-Jährigen Ex-Herthaners monierte, dass seinem Sohn auf dem Platz stets Absicht unterstellt werde. "Es ist immer das Gleiche: Alles, was Kevin macht, ist immer gleich Absicht. Warum stempelt man ihn so ab?", fragte er.

"Immer ist Kevin der Buhmann"

"Ich sage das nicht, weil er mein Sohn ist, sondern weil es unfair ist. Das kotzt mich langsam echt an. Immer ist Kevin der Buhmann."

Verärgert reagierte der in Berlin beheimatete Prince Boateng auch auf Franz Beckenbauer, der seinem Sohn am 8. Februar 2009 nach einem Tritt gegen Miroslav Klose (Bayern München) ein absichtliches Foul unterstellt hatte.

"Wie kann sich Franz Beckenbauer nach dem Foul an Klose hinstellen und behaupten, dass es Absicht war? Wenn man hochspringt, muss man doch irgendwo landen", sagte Boateng senior.

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