Das Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft ist nicht nur die Spieler gefährlich. Nun hat es einen Journalisten erwischt.

Die Hiobsbotschaften im deutschen Lager reißen nicht ab.

Nachdem Michael Ballack, Rene Adler, Simon Rolfes und Christian Träsch die WM schon verletzungsbedingt absagen mussten, steht auch die Südafrika-Reise von Marko Schumacher auf der Kippe.

Der schreibt für die "Stuttgarter Zeitung" und wohnt in Girlan zwei Türen neben dem Autor dieses Textes und trägt nun einen Gips an seinem rechten Unterarm.

Bei einem harmlosen Freizeitkick hatte er den Elfmeter eines Reporters der Münchner "tz" parieren wollen, den die "Stuttgarter Zeitung" prompt scherzhaft als Kevin Prince Boateng des Journalistentrosses betitelte.

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Schumacher selbst trug zur Ehrenrettung des Kollegen wesentlich bei. Es sei "ein harmloser Schuss" gewesen, er selbst habe einfach blöd reagiert.

Die Untersuchung im Bozener Krankenhaus ergab einen glatten Bruch der Speiche. Sogar DFB-Mannschaftsarzt Dr. Josef Schmitt warf im Hotel Weinegg einen Blick auf die Röntgenaufnahmen.

Seine Prognose: Vier Wochen Minimum bleibt der Gips dran.

Da die Finger jedoch aus dem Gips herausschauen und Marko im Laufe der Jahre ein beidhändiges Ein-Finger-Suchsystem perfektioniert hat, könnte er wohl wieder sanft auf die Computertastatur losgehen, sobald der Bluterguss und damit der gröbste Schmerz ausgestanden ist.

Der Journalistenkreis drückt dem sympathischen Kollegen die Daumen, dass er den Südafrika-Trip nicht absagen muss.

Südtirol verabschiedet sich unterdessen am Freitag mit einem großen Begräbnisgottesdienst von seinem langjährigen Landeshauptmann Silvius Magnago.

Dessen Leichnam war seit seinem Tod am Dienstag in seinem ehemaligen Amtssitz, dem Palais Widmann, in Bozen aufgebahrt.

Nun wird er in allen Ehren beerdigt. Dass die italienische Regierung in Rom zu Magnagos Begräbnis keinen Minister schickt, wundert die Südtiroler nicht wirklich, wird aber dennoch als Affront betrachtet.

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