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Mario Basler wurde im Februar 2015 Teammanager bei Lok Leipzig
Mario Basler wurde 1996 Europameister mit dem DFB-Team © getty

Im SPORT1-Doppelpass dämpft Ex-Nationalspieler Mario Basler die deutschen Erwartungen - und sieht den Sturm problematisch.

München - Wenige Tage nur noch bis zum ersten deutschen WM-Vorrundenspiel gegen Australien (13. Juni):

Für einen guten Turnier-Verlauf scheint vor allem ein siegreicher Start vonnöten - davon ist zumindest Mario Basler überzeugt.

Dass die DFB-Mannschaft in Südafrika den Titel holt, glaubt der Ex-Nationalspieler im SPORT1-Doppelpass jedoch nicht: "Ich bin da sehr skeptisch." Allenfalls das Halbfinale sei mit ein bisschen Glück drin.

Auch die deutsche Sturm-Situation sieht der 41-Jährige problematisch.

SPORT1 fasst die besten Zitate des früheren Bayern-Stars zusammen:

Mario Basler...

über die deutschen WM-Chancen:

"Ich bin nicht so optimistisch, wie viele andere. Ich bin sehr skeptisch, dass wir Weltmeister werden. Ich denke, dass wir ins Viertelfinale kommen, vielleicht mit ein bisschen Glück ins Halbfinale. Dann haben aber andere Nationen im Moment die Nase vorne."

über das Auftaktspiel gegen Australien:

"Es ist immer wichtig, dass man gut in ein Turnier startet. Das hat man ja schon bei anderen Nationen gesehen, die haben das erste Spiel gewonnen, und dann nimmt es seinen Lauf. Es gibt normalerweise überhaupt keine Diskussion, warum wir das Spiel nicht gewinnen sollen, nur weil einer sagt, wir würden auf dem hohen Ross sitzen - noch sind wir größer als Australien."

über Philipp Lahm als neuen DFB-Team-Kapitän:

"Er muss Vorreiter für die Mannschaft sein. Er hat durch die Kapitänsbinde jetzt natürlich Druck auferlegt bekommen. Aber Philipp ist so ein erfahrener Spieler und ein toller rechter Verteidiger, da sehe ich überhaupt keine Probleme. Sein großer Vorteil ist natürlich, dass er eine junge Mannschaft um sich herum hat, die er auch führen kann."

über die jüngste deutsche WM-Mannschaft seit 1934:

"Wenn man die Vorrunde nicht überleben wird oder im Achtelfinale das Aus kommt, dann heißt es: Die Truppe war zu jung, dann schreit wieder jeder: Hätten wir doch Torsten Frings mitgenommen oder den einen oder anderen älteren Spieler. Ich glaube auch, dass so ein Spieler der Mannschaft gut getan hätte."

über Thomas Müllers und Piotr Trochowskis Chancen auf die Startelf:

"Beide Spieler haben gute Eindrücke hinterlassen: Trochowski in der ersten Halbzeit (beim 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina, Anm. d.Red.), Müller hat nach seiner Einwechslung für sehr viel Wirbel gesorgt. Da haben wir noch das kleinste Problem - da muss sich Joachim Löw keine Gedanken machen."

über die deutsche Sturm-Problematik:

"Ich war von Anfang an verwundert, dass wenn Cacau schon nicht spielt, Stefan Kießling auch nicht spielt - der ist Torschützen-König geworden. Kevin Kuranyi, einen der besten Torschützen, wird auch nicht mitgenommen, das erlauben sich nicht viele Nationalmannschaften. Dann gibt es noch drei Spieler, die zusammen fünf Tore geschossen haben, und die sollen uns dann zum Weltmeistertitel schießen?! Daran fehlt mir so ein bisschen der Glaube."

über die WM-Favoriten:

"Ich glaube, dass Spanien Weltmeister wird, sie haben die ausgeglichenste Mannschaft, auf jeder Position Spieler, die alle sensationellen Fußball spielen können. Sie haben eine junge Mannschaft, die die nächsten vier Jahre auch noch zusammenspielen wird. Die Holländer sehe ich nicht ganz vorne."

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