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Lukas Podolski zieht ab und trifft zum zweiten Mal © getty

Beim Testspiel des FC Bayern gegen die Urawa Red Diamonds erzielt der Angreifer drei Treffer. Auch ein Nationalmann- schaftskollege trifft. Manager Uli Hoeneß verkündet Neues im Fall Mario Gomez.

Saitama -10.000 Kilometer von der Heimat entfernt hat der deutsche Meister Bayern München unter seinem neuen Trainer Jürgen Klinsmann ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.

Vor allem dank Lukas Podolski gewann der FC Bayern trotz erheblicher Personalprobleme am Mittwoch ein Testspiel gegen den asiatischen Champions-League-Sieger Urawa Red Diamonds souverän mit 4:2 (3:0).

Der dreifache Torschützen wurde nach dem Spiel zum "Man of the match" gewählt.

Zehn Tage vor ihrem ersten Pflichtspiel-Auftritt im DFB-Pokal bei Drittligist Rot-Weiß Erfurt zeigten sich die Münchner über weite Strecken stark verbessert.

Klose überzeugt auch

Zuletzt war der FCB gegen die Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln (0:0) und Borussia Dortmund (1:2) sieglos geblieben.

Neben Podolski konnte sich im Saitama Soccer Stadium zu Urawa auch Sturmpartner Miroslav Klose in Abwesenheit des angeschlagenen Torjägers Luca Toni gegen den Zweiten der J-League in Szene setzen.

Zwei Treffer bis zur Pause

Der 30-Jährige brachte die Bayern mit seinem ersten Treffer in der Vorbereitung in der 16. Minute mit 1:0 in Führung. Podolski erhöhte in der 21. Minute auf 2:0. Nach einem Heber von Bastian Schweinsteiger brachte der Angreifer noch die Fußspitze an den Ball.

In der 43. Minute war der 23 Jahre alte Stürmer nach Zuspiel von Klose erfolgreich.

Zwei Gegentore

Nach dem Wechsel krönte "Poldi" mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 4:1 (63.) seine starke Vorstellung.

Für die vom Deutschen Gert Engels trainierten Japaner, Kooperationspartner der Münchner, hatten Tsukasa Umesaki (56.) und Yuki Abe (80.) getroffen.

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Acht Ausfälle

Der dreitägige Japan-Trip brachte dem Rekordmeister 1,5 Millionen Euro ein, doch wichtiger als das Geld dürfte Klinsmann andere Dinge sein. Der neue Bayern-Coach verfolgt mit den Münchner vor allem in der Champions League hohe Ziele und hat offensiven Fußball sowie Begeisterung angekündigt.

Er musste in Urawa auf sieben Spieler verzichten. Toni, Martin Demichelis, Tim Borowski, Jörg Butt, Franck Ribery sowie die beiden Olympia-Teilnehmer Breno und Jose-Ernesto Sosa waren nicht dabei.

Zudem musste Willy Sagnol wegen Problemen an der Achillessehne kurzfristig passen.

Letzter Test gegen Inter

Am kommenden Dienstag steht für den FC Bayern gegen den italienischen Meister Inter Mailand der Höhepunkt der Vorbereitung auf dem Programm. Um 20.30 Uhr geht es in der Allianz-Arena gegen das von Jose Mourinho trainierte Team um den Franz-Beckenbauer-Cup.

Nach dem DFB-Pokal-Spiel in Erfurt am 10. August starten die Bayern fünf Tage später zu Hause gegen den Hamburger SV in die Bundesliga-Saison.

Mit Gomez einig

Vor dem Spiel hatte FCB-Manager Uli Hoeneß im Kampf mit dem VfB Stuttgart um Torjäger Mario Gomez einen neuen "Angriff" für kommende Saison angekündigt.

"Wir haben uns bemüht und die Stuttgarter haben abgelehnt. Nächstes Jahr geht s von neuem los", sagte Hoeneß in einem Interview mit der Münchner "tz" und fügte an:

"Mit Mario war alles klar. Wir waren uns mit ihm einig. Das ist jetzt abgeblasen worden, weil Stuttgart abgesagt hat. Ich finde es schade, aber es ist nicht zu ändern."

Spekulationen beendet

Gomez hatte erst vor wenigen Tagen auf seiner eigenen Homepage erklärt, dass angesichts der Spekulationen um einen kurzfristigen Abschied vom VfB ein klares Bekenntnis zu Stuttgart "doch gar nicht notwendig" sei:

"Ich habe kein einziges Mal gesagt, dass ich den Klub in diesem Sommer verlassen will. Und ich habe einen Vertrag beim VfB Stuttgart." Der läuft bis 2012.

Sorgen wegen der Buddhas

Ansonsten hat Hoeneß in der Münchner "AZ" verraten, dass der deutsche Meister wegen der im neuen Leistungszentrum aufgestellten Buddhas "tatsächlich Briefe mit dem Vorwurf bekommen hat, wir würden versuchen, die Spieler einem anderen Glauben näherzubringen".

Es gab Leute, so der FCB-Manager weiter, die haben sich um die Christlichkeit beim FC Bayern Sorgen gemacht. "Da waren auch ein paar Pfarrer dabei, aber die konnten wir mit unseren Antworten beruhigen."

Nur Schmuckstücke

Der Manager erklärte, dass die Statuen nur Zierde und Schmuckstücke seien:

"Glauben sie denn, wir wollen eine neue Glaubensrichtung beim FC Bayern einführen? Keinesfalls."

Auch der neue Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hatte zuletzt immer wieder betont, dass die Buddhas keine tiefere Bedeutung haben würden.

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