In seiner Sport1.de-Kolumne schreibt DSF-Experte Udo Lattek über den wiedererstarkten FC Bayern und lobt Jürgen Klinsmann.

Hallo Fußball-Freunde,

der wiederkehrende Erfolg beim FC Bayern ist ganz einfach zu erklären:

Die Mannschaft war von dem neuen System, das Jürgen Klinsmann ihnen aufs Auge drücken wollte, nicht überzeugt.

Und wenn eine Mannschaft von einer Geschichte nicht überzeugt ist, dann setzt sie das auch nicht in die Tat um.

Als Klinsmann sich wieder der Art und Taktik von Ottmar Hitzfeld näherte, hat das Team erkannt, dass es das ist, was sie wollen. Ich gehe davon aus, dass einige Spieler mit Klinsmann gesprochen und ihm gesagt haben, dass ihnen diese Taktik besser liegt.

Ich finde es stark von Jürgen Klinsmann, dass er sich überzeugen ließ und nun das umsetzt, was zu der Mannschaft passt.

Die Bayern sind zwar mit Sicherheit noch nicht da, wo sie hin wollen. Aber man sieht immer wieder ansatzweise wie stark sie sind.

Das hängt meiner Meinung nach weitgehend mit der Rückkehr von Franck Ribery zusammen.

Als er in die Mannschaft kam, ging ein Ruck durch die Truppe und sie spielten wieder viel besser. Auch deswegen, weil sich der Gegner dann mehr auf Ribery konzentriert und die anderen Spieler mehr Freiräume bekommen.

Dem Mann, der Ribery entdeckt hat, gebührt ein Orden Er ist kaum zu stoppen, wenn er am Ball ist. Dass der Abwehrspieler dann so schnell denkt und so schnell ist, dass er den Ball abfängt, ist sehr schwer. Wenn Ribery am Ball ist, dann ist er im Grunde genommen nur durch ein Foul zu stoppen.

Stoppen wollen die Bayern jetzt natürlich Hoffenheim. In der Woche bis zu dem Spiel am Freitag wäre ich gerne noch mal Bayern-Trainer, dann bräuchte ich nämlich gar nichts mehr zu sagen:

Die Spieler sind so heiß auf diese Partie, jeder wird bis zur Leistungsgrenze und darüber hinweg gehen. Sie wollen die Hoffenheimer endlich auf Platz zwei verweisen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wir werden sehen, ob sie das schaffen.

Bis nächste Woche,

Euer Udo Lattek

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