Gomez und Schürrle haben sich gegen Uruguay für weitere Einsätze empfohlen. Ihre Leistungen müssen sie aber noch bestätigen.

Beim Test gegen Uruguay hat die deutsche Nationalmannschaft nach zuletzt schwachen Leistungen in Testbegegnungen zumindest über weite Strecken überzeugt.

Zu den Gewinnern beim 2:1-Sieg gehörten neben den Zuschauern, die im Gegensatz zum 1:2 gegen Australien auf ihre Kosten kamen, vor allem Mario Gomez und Andre Schürrle.

Nicht nur, weil sie die beiden Treffer erzielten, sondern weil sie mit guten bis sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam machten.

Gomez machte mit einem engagierten Auftritt, den er mit seinem Tor zum 1:0 krönte, zugleich seinen Anspruch auf weitere Einsätze deutlich.

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Dass der Bundesliga-Torschützenkönig diesen nach dem Spiel nicht verbal formulierte, zeugt nicht nur von Bescheidenheit, sondern auch davon, dass der Bayern-Stürmer den Kampf um den Platz im Angriffszentrum nicht mehr so verbissen angeht wie in der Vergangenheit.

Gomez hat dem Bundestrainer gezeigt, dass er auf ihn zählen kann. Joachim Löw, der bisher fast immer Miroslav Klose den Vorzug gegenüber dem ehemaligen Stuttgarter gegeben hat, wird es registriert haben.

Am Freitag wird Löw in Österreich ohnehin auf Klose, der nach seiner Einwechslung blass und ungefährlich blieb, verzichten müssen. Der Münchner fällt wegen einer Rippenprellung für zwei Partien aus.

Doppeltes Pech für Klose, denn gegen Uruguay wurde deutlich, dass Gomez wohl die Zukunft gehört.

Ähnlich könnte es bei Schürrle aussehen, der mit seinem ersten Tor im dritten Länderspiel seine guten Leistungen in der Bundesliga bestätigte und den Druck auf Lukas Podolski erhöht hat.

Schürrle weiß, dass er sich aber zunächst noch hinten anstellen muss. Der 20-Jährige hat aber mehr als angedeutet, dass er eine Alternative für die Offensive ist.

Gleiches gilt im Mittelfeld für Mario Götze und in der Abwehr für Benedikt Höwedes, der als 46. Debütant unter Löw seinen Einstand feierte.

Abgesehen von einigen Wacklern im Defensivverbund konnte der Bundestrainer mit dem Test gegen die Südamerikaner zufrieden sein. Er hat gesehen, dass die jungen, aufstrebenden Spieler mithalten können.

Ob sie allerdings auch höchsten Ansprüchen genügen können, müssen sie noch in Spielen, in denen es um etwas geht, unter Beweis stellen.

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