In seiner Sport1.de-Kolumne schreibt DSF-Experte Udo Lattek über drohende Probleme für Hoffenheim und Werders Krise.

Hallo Fußball-Freunde,

1899 Hoffenheim hat gegen die Bayern gezeigt, dass sie mithalten können. Deshalb bleiben sie diese Saison oben dabei. Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt. Sie werden diese Saison ganz locker durchziehen.

Hoffenheim hat aber auch einen Vorteil, denn sie werden ihr offensives Spiel mit hohem Tempo durchhalten können, weil sie immer eine Woche Regeneration haben.

In der nächsten Saison wird es dafür viel schwerer für sie, weil dann die hohe Belastung dazukommt: DFB-Pokal, Champions League und die Liga. Dafür ist Hoffenheim noch nicht gut genug besetzt, um das durchzuhalten.

Am Personalkarussell sollten auch die Bremer ordentlich drehen, um endlich aus der Krise zu kommen. Bei jedem Verein gibt es das mal, dass man sich mal vergreift. Aber in dieser Vielzahl ist das erstaunlich.

Was mich derzeit wundert, ist, dass die Bremer wissen, dass da was im Argen liegt - und keiner unternimmt was dagegen.

Aus meiner Sicht gibt es da nur eine Lösung: Man muss sich von den Leuten trennen. So weh das auch tut. Werder muss jetzt mal tief in die Tasche greifen und etwas tun, sonst sind sie über Jahre hinweg aus der Champions League verschwunden.

Und dann kommen da noch dumme Aktionen, wie die Tätlichkeit von Claudio Pizarro im Spiel gegen Karlsruhe dazu. Eine Streicheleinheit war das mit Sicherheit nicht. Es war kein K.o.-Schlag, aber es ist eine Rote Karte - da geht kein Weg dran vorbei.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Überrascht haben mich die Schalker Fans an diesem Wochenende, die hinter ihrer Mannschaft standen und sie nicht ausgepfiffen haben. Aber so ist das eben beim Publikum: Ein gutes Spiel, dann ist alles vergessen. Dann haben sich alle wieder lieb.

In diesem Sinne, bis nächste Woche,

Euer Udo Lattek

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